Pilzticker BaWue 423: 
Funde vom 09.07.2024 - 13.09.2024



Pilzticker BaWue 423




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs




Da schienen Steinpilze zu stehen, doch es waren Stinker


Fund mit Pfifferlingen und Krauser Glucke; Foto Michael 13.9.24

Foto: Auch in Michaels Revieren wachsen die Pfifferlinge (rechts), ähnlich wie bei Jürgen vom Pilz-Ticker Rheinland-Pfalz, seit dem Monat Mai durchgehend in Massen. Links eine Krause Glucke, darunter Schmarotzerröhrlinge und Goldblätter, beide ausgezeichnete Speisepilze (6 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 13. September 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bei uns im Landkreis Karlsruhe wachsen die Pfifferlinge immer noch in Massen. Dazu gesellten sich für mich die erste Krause Glucke, Europäisches Goldblatt, Schmarotzerröhrling und einige Stinktäublinge, die von weitem wieder einmal wie Steinpilze aussahen.

Viele Grüße

Michael"


Pfifferlingsplatz; Foto Michael 13.9.24

Foto: Überall schimmert es goldgelb. Die Pfifferlinge in Michaels Revieren wachsen - oft in Massen - durchgehend seit Ende Mai. 


Krause Glucke; Foto Michael 13.9.24

Foto: Eine Krause Glucke lässt sich Michael natürlich nicht entgehen. 


Stinktäublinge ähneln von oben Steinpilzen; Foto Michael 13.9.24

Foto: Wohl jeder hat sie schon gesehen und hielt sie aus ein paar Metern Entfernung für Steinpilze. Doch es sind ungenießbare, bei der Rohkostprobe äußerst scharf schmeckende Stinktäublinge. 


Europäisches Goldblatt; Foto Michael 13.9.24

Foto: Das Europäische Goldblatt ähnelt in der Erscheinung einer Ziegenlippe oder einem Rotfußröhrling. Es hat einen samtig-filzigen Hut, nussbraun bis zimtbraun und meist mit Rottönen durchsetzt. 

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Schmarotzerröhrlinge an Kartoffelbovisten; Foto Michael 13.9.24

Foto: Schmarotzerröhrlinge parasitieren an einem Dickschaligen Kartoffelbovist. Sie sind ausgezeichnete Speisepilze. 





Der Schwefelporling lieferte ein feines Mittagessen für mehrere Personen


Schwefelporling; Foto Petra 9.9.24

Petra schreibt am 9. September 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

am 9. September habe ich bei einer Radtour im Stadtkreis Baden-Baden ein Prachtexemplar von Schwefelporling an einem Apfelbaum entdeckt (Foto rechts). Er leuchtete schon von Weitem.
Der "Chicken of the woods", wie er auch genannt wird, hat ein feines Mittagessen für mehrere Personen ergeben.

Herzliche Grüße

Petra"

(Foto © Petra)

(Nachgereicht am 17. September 2024)

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Vom Dänemark-Urlaub gleich mal ein Sprung in die Calwer Wälder


Fund mit Krauser Glucke und Fleischroten Gallerttrichtern; Foto Heiko 8.9.24

Foto: Eine formschöne, zudem saubere Krause Glucke, einige Fleischrote Gallerttrichter sowie ein knappes Dutzend Amethystschuppige Pfifferlingen hat Heiko bei Calw gefunden. Und hofft, dass die jüngsten Regenfälle das Steinpilzwachstum anschieben. (Foto © Heiko)

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Heiko schreibt am 9. September 2024:

"Guten Morgen Heinz-Wilhelm,

nach herrlichen 14 Tagen in Dänemark mit schönstem Spätsommerwetter ging es für uns am Samstag zurück in die Heimat.

Nach getaner Hausarbeit nutzte ich den gestrigen Sonntag für einen Besuch meiner Wälder bei Calw.

Ich konnte zwar kaum Röhrlinge finden (die Regenfälle Ende letzter Woche schlagen noch nicht durch), jedoch freute ich mich über meine erste schöne Krause Glucke in diesem Jahr. Außerdem konnte ich ein knappes Dutzend Amethystschuppiger Pfifferlinge ausmachen und nahm erstmals ein paar Fleischrote Gallerttrichter mit, die seit Wochen treu und zuverlässig in großen Mengen wachsen.

Nun hoffe ich, dass die Meldung von Oliver kein kurzes Intermezzo bedeutet und wir uns bald über volle Körbe und eine gute Herbstsaison freuen können.

Viele Grüße sendet dir 

Pilzfreund Heiko"

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Da lachte Olivers Herz!

Starker Beginn der Herbstsaison mit herrlichen Fichtensteinpilzen im südlichen Schwarzwald


Pfifferlinge und Steinpilze im Korb; Foto Oliver 8.9.24

Foto: Endlich Fichtensteinpilze, und das in ausgezeichneter Qualität, in den Höhenlagen des südlichen Schwarzwaldes. Und dazu gab es reichlich Pfifferlinge für Oliver. Ein kräftiger Beginn der herbstlichen Saison! 


Südschwarzwald ab 1000m NHN - Noch vor einer Woche sei im südlichen Schwarzwald in Höhen ab 1000 Meter Normalhöhennull (NHN) noch vollkommen tote Hose bei den Pilzen gewesen, schreibt uns Pilzfreund Oliver.

Das hat sich an diesem Wochenende schlagartig geändert. "Der Wald scheint vor Pilzen regelrecht zu explodieren", weiß er nach seinem heutigen Gang zu berichten. Womit hoffentlich die Saison der Fichtensteinpilze endlich begonnen hat. 

8. September 2024

(4 Fotos © Oliver)

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Steinpilz mit keuligem Stiel; Foto Oliver 8.9.24
Steinpilz mit walzenförmigem Stiel; Foto Oliver 8.9.24

2 Fotos: Zwei prächtige Fichtensteinpilze, links mit keuligem, rechts mit walzenförmigem Stiel. Besonders bei dem Pilz links ist die helle Netzzeichnung sehr gut zu erkennen. Die Fichtensteinpilze sind endlich da im südlichen Schwarzwald! 

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Pfifferlinge im Korb und im Gras; Foto Oliver 8.9.24

Foto: Pfifferlingsszenerie im südlichen Schwarzwald. Sie liegen im Korb und stehen (noch) im Gras. 


Großer Sommersteinpilz-Rundgang im Landkreis Karlsruhe mit großem Ergebnis für Michael


Toller Sommersteinpilzfund; Foto Michael 6.9.24

Foto: Über 50 Sommersteinpilze, ein halbes Dutzend Flockis und zwei Ziegenlippen waren Michaels Ausbeute bei seiner großen Umschau im Landkreis Karlsruhe. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 7. September 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern war ich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe nochmals auf Sommersteinpilzpirsch.

Ich konnte noch einige Sommersteinpilze sammeln, die meisten waren aber bereits durch die Hitze hinüber. Ein paar Flockis und zwei Ziegenlippen gab es obendrein. Und vor die Kamera kam mir dann noch ein Bronzeröhrling, der, wie seine umstehenden Geschwister auch, natürlich stehen blieb.

Was es immer noch massenhaft gibt, und das seit Monaten, sind Pfifferlinge. Diese blieben aus Zeitgründen im Wald und werden die kommenden Tage nochmals aufgesucht.

Viele Grüße

Michael"


Geschützter Bronzeröhrling; Foto Michael 6.9.24

Foto: Auch wenn er - der Lichtverhältnisse wegen - aussieht wie ein Sommersteinpilz: dies ist ein streng geschützter Bronzeröhrling. Da kleine Waldnager sich erdreisteten, ihn anzuknabbern, hat die zuständige Pilzpolizei sicher ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen die Bundesartenschutzverordnung eingeleitet. 

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Landkreis Calw/Enzkreis: Eine Monsterglucke, noch größer als vor zwei Jahren


4,6 Kilo schwere Krause Glucke; Foto Frank 4.9.24

Foto: Ein Prachtstück von einer Krausen Glucke. Frank kam genau zur richtigen Zeit, um sie in diesem vollendeten Erntezustand zu holen. Auch der kleine Piepmatz kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Auf dem 2. Foto liegt die Fette Henne noch in ihrem Nest aus Gezweig, für uns unsichtbar mit Sicherheit angedockt an das Wurzelwerk einer Kiefer. (Foto © Jörg)

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Frank schreibt am 4. September 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm, 

nach wochenlanger Niederschlagsfreiheit hat es nun am Nachmittag endlich einmal eine halbe Stunde geregnet und es ging just noch mit den letzten Regentropfen in den Fichten- und Tannenwald, wo alles wunderbar duftete.

Große Krause Glucke im Gezweig; Foto Frank 4.9.24

Nach wenigen Metern schon stieg mir der Geruch einer Krausen Glucke in die Nase und ich bin in Kreisen gelaufen, um dann aber nur ein kleines Stückchen zu finden.

Ich ging dann etwas weiter zu einer Stelle, an welcher ich vor ein paar Jahren schon eine Glucke, die mitten auf dem Weg wuchs, gefunden und mitgenommen hatte; mehr dazu mit einem beeindruckenden Foto siehe hier (Tageseintrag vom 11. September 2022). Und tätsächlich, nur ein wenige Meter daneben erblickte ich ein Monster einer Glucke im schönstem Zustand. Welche Freude!

Trotz der Hitze zeigte sie keinerlei Trockenschäden. Was ein kurzer Regen so bewirkt, schon wachsen die Pilze!* Zum Glück befanden sich in meinem Rucksack noch größere Müllbeutel und so konnte ich sie sogleich nach Hause bringen.

Sie maß beeindruckende 40 mal 50 Zentimeter und wog satte 4.5 Kilo!

Nach kurzer Säuberung wurde ein Viertel als Pastasoße zu Spaghetti gereicht, heute wird noch eine klassische "Creme of mushroom soup" nach Escoffier zubereitet.

Den Rest möchte ich trocknen und zermahlen und mir als Zugabe für deftige Wintersuppen aufheben.

Heute Morgen hat es wieder geregnet, somit wird es jetzt wohl so richtig losgehen mit dem Pilzwachstum.

Pilz Heil!

Frank"

* Der Regen war für die Krause Glucke ohne Einfluss. Sie ernährt sich von Zuckersäften der Kiefer, an deren Stamm oder Wurzeln sie fruktifiziert.

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Biberach an der Riß: 21 herrliche Sommersteinpilze für Britta und Jörg


Herrliche Sommersteinpilze; Foto Jörg 31.8.24

Foto: Mit diesen 21 herrlichen Sommersteinpilzen hatten Britta und Jörg kaum gerechnet.  Erst die Erfolgsmeldung von Michael und Simone vom 30. August lockte die Zwei in den Wald - und brachte sie auf die richtige Spur. (Foto © Jörg)

Pilz-Ticker-BaWue


Jörg schreibt am 31. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

an dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Dir bedanken, dass Du diese höchst informative Plattform betreust.

Bei unserem letzten Rundgang vor zwei Wochen war außer Pfifferlingen und Täublingen fast kein Pilz zu finden, obwohl es zuvor ausreichenden Niederschlag gab. Ohne den letzten Beitrag von Simone und Michael wären wir heute wohl kaum in den Wald aufgebrochen, da wir die Befürchtung hatten, dass es jetzt zu trocken war.

Zu unserer Überraschung haben wir eine ordentliche Menge an Sommersteinpilzen gefunden, welche kaum madig waren.

Viele Grüße

Britta und Jörg"


Landkreis Karlsruhe: Auf einmal sind die Sommersteinpilze da - gleich massenhaft!


Gesamtfund mit vielen Sommersteinpilzen; Foto Michael 30.8.24

Foto: Sommersteinpilze en masse - das hat es in diesem Jahr so gut wie noch nie gegeben. Auch die Menge der Flockenstieligen Hexenröhrlinge sowie die der Ziegenlippen (gelbe Röhren) enthält die Botschaft: dies könnte der Durchbruch der der Röhrlinge in diesem Pilzjahr sein. (5 Fotos © Michael)

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Prächtiger Sommersteinpilz; Foto Michael 30.8.24

Foto: Ein makelloser Sommersteinpilz, der wie eine Eins dasteht. Es war dieses Jahr ein schier endloses Warten, bis sie endlich in solch einer Menge auftreten, wie Michael und Simone sie jetzt gefunden haben. Fehlen nur noch die Fichtensteinpilze...


Michael schreibt am 30. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

jetzt sind endlich die Sommersteinpilze da! Bei über 30 Grad waren Simone und ich in den Wäldern unterwegs, bevor es gegen Nachmittag an den Baggersee ging.

Gesammelt haben wir viele Sommersteinpilze, Hainbuchenraufüße, Flockis, Ziegenlippen, Perlpilze, einen Speisetäubling und einen Safranscheidenstreifling. Vor die Kamera kamen mir noch Zimtröhrlinge und Grüne Knollenblätterpilze.

Viele Grüße 

Michael und Simone"


Noch ein schöner Sommersteinpilz; Foto Michael 30.8.24

Foto: Und weil's so schön war, gleich noch einer, diesmal in Hainbuchentrieben. 


Junger Flockenstieliger Hexenröhrling; Foto Michael 30.8.24

Foto: Auch der kräftige Schub der Flockenstieligen Hexen - hier ein schönes junges Exemplar - gibt Anlass zu der Hoffnung, dass die Röhrlinge sich endlich durchsetzen. 


Zimtröhrling; Foto Michael 30.8.24

Foto: Zeitgleich mit den Sommersteinpilzen und den Flockenstieligen Hexenröhrlingen sind auch die Zimtröhrlinge (Hasenröhrlinge) wie dieser da. Michael lässt sie grundsätzlich stehen. In seltenen Fällen lösen sie allergische Reaktionen im Magen-Darm-Bereich aus.

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Landkreis Karlsruhe: Ein kurioser Hexenröhrling, kein einziger Steinpilz


Gesamtfund mit vielen Täublingen (links) und Pfifferlingen; Foto Michael 22.8.24

Foto: Die Steinpilze lassen weiter auf sich warten. Es sprangen ein diverse Täublinge, darunter überwiegend Pfirsichtäublinge (links), sowie wieder einmal ein Batzen Pfifferlinge. (2 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 22. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

erneut waren Simone und ich nach Steinpilzen schauen. Leider tut sich da immer noch nichts. Dafür sammelten wir diverse Täublinge, eine Flockenstielige Hexe und immer noch sehr viele Pfifferlinge, von denen wir nur die schönsten mitnahmen.

Am Wegrand zeigte sich ein kleiner Netzstieliger Hexenröhrling. Nicht weit entfernt überraschte uns eine gelbe Form eines Netzstieligen Hexenröhrlings, den ich so noch nie gesehen hatte.

Viele Grüße

Michael und Simone"


Gelber Netzstieliger Hexenröhrling; Foto Michael 22.8.24

Foto: Ein Netzstieliger Hexenröhrling mit Gelbsucht? Durch und durch in Gelb zeigt sich dieser kuriose Fund. Auf einen Falschen Schwefelröhrling, auch Gelber Hexenröhrling genannt, brauchen wir hier nicht zu spekulieren: der hätte nicht das geringste Anzeichen von einem Netz, das hier sehr ausgeprägt ist. Eine eigene Art ist hier schwer zu erkennen, eher eine Abwandlung eines Netzstieligen Hexenröhrlings. 


Drei Grünfelderige Täublinge, gesammelt bei herrlich kühler, klarer Luft in einem Böblinger Wald


Drei schöne Grüngefelderte Täublinge; Foto Heiko 18.8.24

Foto: Drei, die Heikos Gaumen betörten: wunderschöne Grünfelderige Täublinge auf einem Holzbrett. (2 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 18. August 2024:

"Guten Abend Heinz-Wilhelm,

nach wochenlanger Trockenheit und Hitze hat es in der Nacht von Samstag auf Sonntag endlich schön und lange geregnet.

So machte ich heute Nachmittag bei angenehmen 19 Grad einen schönen Spaziergang durch meine Laubwälder im Landkreis Böblingen. Es ging mir zunächst gar nicht so sehr um Funde, sondern um die klare, kühle Luft. Welch ein schönes Gefühl!

Neben unzähligen Nacktschnecken entdeckte ich zu meiner Überraschung in einem buchengeprägten Waldbestand junge, fast makellose Grüngefelderte Täublinge. Auch wenn es nur bei einem Trio blieb: sie waren ein wahrer Gaumenschmaus!

Viele Grüße Dir und allen Pilzfreunden

Heiko"


Zwei Grünfelderige Täublnge; Foto Heiko 18.8.24

Foto: Da standen sie noch im Laub und zeigen ihre unvergleichliche patinagrüne Sprenkelung, die köstlichen Grünfelderigen Täublinge. 


Ein kleiner Bronzeröhrling, ein stolzer Sommersteinpilz und ein Flockimodel wetteifern um den Schönheitspreis


Gesamtfund mit etlichen Röhrlingen; Foto Michael 11.8.24

Foto: Die Röhrlinge sind im Vormarsch, vor allem Flockenstielige Hexen und Hainbuchenraufüße. Aber auch eine dicke Portion Pfifferlinge gab es wieder einmal für Michael und Simone. (5 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 12. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

langsam nimmt die Vielfalt zu. Simone und ich sammelten Hainbuchenraufüße, Flockis, Pfifferlinge, Ziegenlippen, diverse Täublinge, Goldblätter und zwei Sommersteinpilze. Simone entdeckte tatsächlich auch einen kleinen Bronzeröhrling, der allerdings im Wald blieb.

Viele Grüße

Michael und Simone"


Schöner junger Bronzeröhrling; Foto Michael 11.8.24

Foto: Ein makelloser junger Bronzeröhrling. Eine von gut einem Dutzend streng geschützten Pilzarten, die man - unter Androhung hoher Bußgelder - nicht entnehmen darf. 


Schöner stolzer Sommersteinpilz; Foto Michael 11.8.24

Foto: Dieser Sommersteinpilz scheint ein wenig stolz auf seine Schönheit zu sein, die er auf dem Höhepunkt seiner Reife entfaltet. 


Prächtiger Flockenstieliger Hexenröhrling in warmen Rottönen; Foto Michael 11.8.24

Foto: In wunderbaren warmen Rottönen scheint dieser prachtvolle Flockenstielige Hexenröhrling regelrecht zu baden. 


Hainbuchenraufüße; Foto Michael 11.8.24

Foto: In die Medaillenränge der Schönsten kommen diese Hainbuchenraufußröhrlinge sicher nicht, doch für die Bratpfanne reicht es allemal. 





In Treue seit Jahren: Sepps Eichhasen im Landkreis Reutlingen zeigen sich diesmal besonders prachtvoll


Kleiner und großer Eichhase; Foto Sepp 7.8.24

Foto: Ein größerer und ein ganz kleiner Eichhase. Der Große ist hinsichtlich Alter und Zustand ein Spitzenpilz für die Verwertung. Eichhasen sind nicht nur gute Heilpilze, sondern schmecken auch ausgezeichnet. Mehr über diese an Eichen und Rotbuchen gebundene Pilzart gibt es hier, Tageseintrag vom 12. Juli 2019, übrigens ebenfalls von Sepp. (2 Fotos © Sepp)

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Sepp schreibt am 8. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm, 

sie sind wieder da, meine Eichhasen! Seit fünf Jahren finde ich sie an ein und demselben Standort im Landkreis Reutlingen. Dieses Jahr sind es 12(!) Stück in unterschiedlichen Entwicklungssstadien. 

Ansonsten ist dieses Jahr ein seltsames Pilzjahr. Ich habe bereits im April Stockschwämmchen an verschiedenen Baumstuken gefunden. Ein Stumpf hat dieses Jahr sogar schon drei Mal getragen. 

Auch Pfifferlinge konnte ich häufiger finden. Die Steinpilze trauen sich dagegen noch nicht so richtig hervor. Weitere Funde für mich waren verschiedene Täublinge, Perlpilze, Gelbporiger Raufußröhrling, Scheidenstreiflinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge und ein paar Anischampignons.

Herzliche Grüße

Sepp"

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Gesellschaft von Eichhasen; Foto Sepp 7.8.24

Foto: Der Anblick von einem halben Dutzend Eichhasen in Reihe hat Seltenheitswert. Eine tolle Fundquelle hat der Sepp! 


Ein Ferienausflug in die Hochschwarzwald-Pfifferlinge


Korb mit Pfifferlingen; Foto Heiko 6.8.24

Foto: Da wird sich Heikos Frau zuhause gefreut haben. Denn Pfifferlinge sind ihre Lieblingspilze. Um so besser, wenn es dann so viele sind. Das 2. Foto zeigt den Gesamtfund, ausgelegt auf einem bemoosten Baumstumpf. 


Präsentation des Gesamtfundes auf einem Baumstumpf; Foto Heiko 6.8.24

Heiko schreibt am 6. August 2024:

"Guten Abend Heinz-Wilhelm,

heute sende ich Dir und allen Pilzfreunden mal wieder einen Bericht für den Pilzticker Baden-Württemberg.

Gemeinsam mit meinen beiden Töchtern Eva und Merle ging es heute Morgen zu einer bergigen Tour in den Hochschwarzwald bei Hinterzarten.

Bei sommerlichen 26 Grad marschierten wir die steilen und moosigen Fichtenhänge immer wieder rauf und runter, mit dem Ziel, unseren Sammelkorb noch einmal mit Pfifferlingen zu füllen.

Das Schwitzen und Kämpfen lohnte sich: wir erfreuten uns immer wieder an „gelben Nestern" vom Echten Pfifferling sowie auch von der Amethystschuppigen Art.

Merle entdeckte zu ihrer Freude neben einem Flockenstieligen Hexenröhrling auch einen knackigen Fichtensteinpilz.

So war es ein schöner Ferienausflug für die Kinder und eine tolle Ausbeute für meine Frau Kerstin zu Hause! Wie schon einmal erwähnt, liebt sie Pfifferlinge mehr als jeden anderen Pilz.

Viele Grüße senden Dir

Merle, Eva und Heiko"

(3 Fotos © Heiko)

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Pfifferlingsnest im Fichenhochwald; Foto Heiko 6.8.24

Foto: Ein Nest von Pfifferlingen im lichten Fichtenhochwald. 


Ein toller Fund im hinteren Murgtal: Pfifferlinge, Totentrompeten und Semmelstoppelpilze


Toller Fund von Pfifferlingen, Semmelstoppelpilzen und Totentrompeten; Foto Friederike 4.8.24

Foto: Ein toller Fund von Pfifferlingen, Totentrompeten und Semmelstoppelpilzen für Rike und Miguel. (3 Fotos © Rike)

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Rike schreibt am 4. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute waren wir wieder im hinteren Murgtal unterwegs. Auch dieses Mal haben wir unbekanntes Terrain erkundet und sind auch fündig geworden.

Nach einer beachtlichen Menge an Pfifferlingen stießen wir auf ein wunderschönes Feld aus Herbsttrompeten (Foto rechts), aus dem wir uns die schönsten ausgesucht haben. Kurz vor Ende der Tour fanden wir an einem steilen Hang Unmengen von Semmelstoppelpilzen, von denen wir jede Menge stehen ließen, da unsere Körbe voll waren.

Nun warten einige Stunden Putzarbeit auf uns, aber wir sind glücklich und dankbar für diese tollen Funde.

Viele Grüße von Rike und Miguel"

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Pfifferlingsnest; Foto Friederike 4.8.24
Totentrompeten; Foto Friederike 4.8.24

2 Fotos: Die Pfifferlinge standen verstreut-gesellig, die Herbsttrompeten fast in Linie. zwei schöne Anblicke waren es in jedem Fall. 


Am Dobel im nördlichen Schwarzwald nimmt das Pilzwachstum zu


Gesamtfund vom Dobel; Foto Michael 2.8.24

Michael schreibt am 3. August 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern waren Simone und ich mal im nördlichen Schwarzwald um den gut 700m hohen Dobel unterwegs. Dort geht es langsam mit den Pilzen los.

Wir sammelten Flockis, einige Pfifferlinge, Speise- und Pfirsichtäublinge, einen Sommersteinpilz und zwei Hainbuchenraufüße. Das Foto (rechts) zeigt unseren Gesamtfund.

Zudem gab es Unmengen an Korallen, die ich aber nicht bestimmen kann.

Viele Grüße 

Michael und Simone"

(3 Fotos © Michael)

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Hainbuchenraufußröhrling; Foto Michael 2.8.24

Foto: Ein schöner junger, makelloser Hainbuchenraufußröhrling. 


Gelbliche Koralle; Foto Michael 2.8.24

Foto: Das sieht deutlich nach einer Gelblichen Koralle aus, die (leicht) giftig ist. Bei empfindlichen Personen bewirkt sie Magen- und Darmstörungen. Sie wächst sowohl im Nadel- als auch im Laubwald, hier bevorzugt unter Buchen. 


Landkreis Karlsruhe: Endlich mal ein Schwung brauchbarer Sommersteinpilze


Gesamtfund; Foto Michael 23.7.24

Foto: Die Botschaft dieses Bildes lautet: Endlich Sommersteinpilze! Und sogar in brauchbarem Zustand. Die Pfifferlinge sind seit Monaten ein Dauerbrenner, dazu gab es für Michael Hainbuchenraufüße, Filzröhrlinge und verschiedene Täublinge. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 23. Juli 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

aktuell lassen sich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe zu den immer noch zahlreich wachsenden Pfifferlingen endlich auch ein paar Sommersteinpilze blicken. Die Vielfalt nimmt zu. Diverse Täublinge, Hainbuchenraufüße, Filzröhrlinge und ein Flocki landeten im Körbchen. Zudem fand ich einige von Schnecken schon ramponierte Hasenröhrlinge (Zimtröhrlinge) und einen ersten Grünen Knollenblätterpilz.

Viele Grüße

Michael"


Schöner Sommersteinpilz; Foto Michael 23.7.24

Foto: Nach langer Zeit endlich einmal wieder ein schöner fotogener Sommersteinpilz. 


Drei schöne Hainbuchenraufuesse; Foto Michael 23.7.24

Foto: Eine kleine Familie der gerne gesellig wachsenden sehr gut schmeckenden Hainbuchenraufußröhrlinge. 


Die lappige, offenstehende Knolle des Grünen Knollenblätterpilzes müssen wir uns merken


Grüner Knollenblätterpilz; Foto Heiko 23.7.24

Foto rechts: Ein Grüner Knollenblätterpilz plus Nachwuchs in den Böblinger Wäldern. Diese Form der zwiebelartig-lappigen, oftmals offenstehenden Knolle sollten wir uns als sehr wichtiges Warnzeichen einprägen, gehört es doch unverkennbar zu diesem sehr giftigen Pilz. Auch der charakteristische genatterte Stiel ist hier ansatzweise sichtbar. Das Grünliche des Hutes geht hier leicht ins Gelbliche, weshalb wir auch den Gelben Knollenblätterpilz, längst nicht so giftig, ebenfalls unangetastet lassen müssen. Es könnte nämlich ein Grüner sein... (Foto © Heiko)

23. Juli 2024

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Die Nummer 1 aller mitteleuropäischen Speisepilze 


Amethystschuppiger Pfifferling; Foto Heiko 14.7.24

Foto: Dieser Pfifferling zeigt deutlich, warum er Amethystschuppiger Pfifferling heißt. Sehr schön sind die namengebenden violetten Schüppchen zu sehen. Amethyste werden die violetten Varietäten des Minerals Quarz genannt. Auf dem 2. Foto ist ein Nadelwald-Anhängselröhrling zu sehen, auch Gelber Steinpilz genannt. Er ist streng geschützt. (5 Fotos © Heiko)

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Geschützter Nadelwaldanhängselröhrling; Foto Heiko 14.7.24

Heiko schreibt am 15. Juli 2024:

"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,

am gestrigen Sonntagvormittag habe ich mir mal wieder die Zeit für eine ausgedehnte Pilztour mit meiner Tochter Merle im Hochschwarzwald nehmen können.

Auf einer schönen Runde in der Nähe von Todtnau machten wir auf knapp 900 Höhenmetern bereits eine große Artenvielfalt für Mitte Juli aus. So freuten wir uns über unsere ersten Amethystschuppigen Pfifferlinge dieses Jahr, entdeckten eine große Gruppe vom Fleischroten Gallerttrichter am Rande eines geschotterten Waldweges und erspähten die ersten, nach dem Bundesartenschutzgesetz streng geschützten Nadelwald-Anhängselröhrlinge (Foto rechts) in unserem Pilzjahr 2024.

Neben verschiedenen Pfifferlingen (im Nadelwaldbereich des Hochschwarzwaldes zeigt sich überwiegend der Echte Pfifferling), nahmen wir einige Flockenstielige Hexenröhrlinge sowie vier Exemplare vom wohlschmeckenden Milchbrätling mit.

Wegen eines plötzlich einsetzenden Gewitters mussten wir eilends zurück zum Auto, weshalb es dieses Mal nicht zu einem Foto mit unserem Gesamtfund kam.

In den nächsten zwei Wochen sind in Baden-Württemberg warme Temperaturen und kaum Regen angesagt. Wir sind gespannt, wie sich das Pilzwachstum nun, gerade in Bezug auf die verschiedenen Röhrlinge, entwickeln wird.

Herzliche Grüße und einen guten Wochenstart wünschen Dir

Merle und Heiko"

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Herrlicher Milchbrätling; Foto Heiko 14.7.24
Fleischroter Gallerttrichter, essbar; Foto Heiko 14.7.24

2 Fotos: Links ein ebenso erhabener wie wohlschmeckender Milchbrätling, eine Pilzart, die geschmacklich zu den besten Speisepilzen in Mitteleuropa zählt. Für die Website 123pilzkunde.de ist der Milchbrätling (oder Milchbratling) kulinarisch sogar die Nummer 1 aller Speisepilze - wenn man ihn denn richtig zubereitet. Wir schließen uns dem Urteil an! Kein Geschmacksriese, aber eine Bereicherung für Salate ist der Fleischrote Gallerttrichter (rechts). Man isst ihn entweder kurz aufgebrüht oder gänzlich roh.

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Junger, bunter Flockenstieliger Hexenröhrling; Foto Heiko 14.7.24

Foto: Als liege ein (zu kleiner) Pilzhut auf einem Pfirsich, so gestaltet sich der Anblick dieses jungen Flockenstieligen Hexenröhrlings. Aber auch des farblichen Frohsinns wegen wird dieses Foto berücksichtigt. 


Sehr lesenswert!

Kandertal: Pfifferlinge wie noch nie, begeisterte Kinder und eine schockierende Forst-"Wirtschaft"


Zwei traumhafte Körbe voller Pfifferlinge; Foto Bernhard 14.7.24
Ergiebiger Pfifferlingsplatz; Foto Bernhard 14.7.24

Bernhard schreibt am 14. Juli 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,

Dein Pilzticker gehört seit vielen Jahren zu meiner täglichen Lektüre, genauso wie meine Heimatzeitung. Die vielen Beiträge erfreuen mich als nun 78-jährigen Pilzsammler schon viele Jahre.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Pfifferlinge wie dieses Jahr im Hinteren Kandertal im Landkreis Lörrach gefunden zu haben. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass ich jemals solche Schäden in den Wäldern, speziell in den Fichtenbeständen, gesehen habe. Das Betreten der Fundstellen wird durch die gefällten Bäume und Äste so gefährlich, dass man es eigentlich besser sein lässt. Falls man sich doch dazu entschließt, dann nur in Begleitung!

Diese Art der Waldpflege wird mir weiterhin ein Rätsel bleiben. Wer allerdings ein Schlupfloch findet, wird an den unzugänglichen Orten reich belohnt. Die Pfifferlinge wachsen wie verrückt! So konnten wir heute zwei Körbe voller herrlicher Pfifferlinge sammeln (1. Foto rechts). Andere Pilze sind dagegen sehr rar.

Heute habe ich Habitate entdeckt, die diese Saison noch von keinem Pilzsammler besucht wurden, vermutlich wegen der Resultate der Waldarbeit: die Aufschichtungen der geschlagenen Bäume mit ihren starken Ästen und Gezweig sind schier undurchdringlich, geradezu halsbrecherisch. 

Schweren Herzens haben wir etwa acht bis zehn Pilzstellen wie auf dem 2. Foto unberührt zurückgelassen. Morgen oder übermorgen ist auch noch ein Tag! Bei uns gilt das eingeschränkte Pilzsammelverbot, daran halten wir uns weitgehend. 

Besondere Freude machen mir einige Kinder, denen ich meine Plätze nach und nach bei gemeinsamen Pilzgängen offenbart habe. Jedes Jahr lernen sie eine neue Pilzart kennen. 
Die Kinder sind begeistert!

Herzliche Grüße aus dem Kandertal bei Lörrach

Bernhard"

(2 Fotos © Bernhard)

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Kreis Karlsruhe: Anhaltend Pfifferlinge, viele Pfirsichtäublinge und ein Strubbelkopf


Pfirsichtäublinge, Pfifferlinge und Europäische Goldblätter; Foto Michael 12.7.24

Foto: Herrlich anzusehen sind die fruchtig wirkenden und im jungen Stadium auch obstartig duftenden hellen Pfirsichtäublinge. Eine mild schmeckende, ausgezeichnete Täublingsart. Rechts wieder einmal ein Batzen Pfifferlinge, unten eine Reihe Europäischer Goldblätter, eine zwar nur regional auftretende, doch dann nicht selten mit zahlreichen Exemplaren wachsende Pilzart. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 13. Juli 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

mit den Pfifferlingen geht es bei uns im Landkreis Karlsruhe stark weiter: Pfifferlinge wohin man schaut! Dazu kamen viele Pfirsichtäublinge und einige Europäische Goldblätter, die ebenfalls massenhaft zu finden waren. Für ein Foto posierte ein Strubbelkopfröhrling* parat.

Viele Grüße

Michael"

* Fade und dumpf schmeckender Kriegspilz, Pilz für Notzeiten


Ein Strauß Pfifferlinge; Foto Michael 12.7.24

Foto: Ein sommergelbes Sträußchen Pfifferlinge, schön praktisch zu "pflücken". 


Ein Pfifferlingsplätzchen; Foto Michael 12.7.24

Foto: Ein Pfifferlingsplatz von ganz, ganz vielen. "Die Pfifferlinge stehen, wohin man auch schaut", so Michael. 


Strubbelkopfröhrling; Foto Michael 12.7.24

Foto: Der Strubbelkopfröhrling ist kein Pilz, den man mitnehmen sollte. Man aß ihn nur in schlechtesten Zeiten. Er schmeckt fade bis dumpf. 


Schöner als zu arbeiten ist doch die Pfifferlingssuche im Hochschwarzwald


Pfifferlingsfund; Foto Simon 11.7.24

Foto: Ein schöner Pfifferlingsfund aus den Hängen des südlichen Hochschwarzwaldes statt Arbeiten in der Kita für Glückspilz Sille. Das 2. Foto zeigt, wie die Pilze im Moos und bei Farnen typischerweise wuchsen. (2 Fotos © Simon Felix)

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Pfifferlinge im Moos; Foto Simon 11.7.24

Simon schreibt am 11. Juli 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

weil eine Kita wegen eines Betriebsausfluges geschlossen war, bot sich uns erneut die Möglichkeit zu einer Pilztour in den südlichen Hochschwarzwald.

Die Hänge waren voller kleiner gelber Punkte, zwar nicht überall, aber vor allem im und unter Moos, bei Farnen und bei belaubtem Boden.

So konnten Jung und Alt schöne Pfifferlinge ernten. 

Herzliche Grüße

Simon"




Karlsruhe: Weit und breit keine Sommersteinpilze, aber tausende Pfifferlinge 


Gesamtfund mit vielen Pfifferlingen und Täublingen; Foto Michael 8.7.24

Foto: Viele, viele Pfifferlinge, wie seit Wochen, dazu 12 wohlschmeckende Violettstielige Pfirsichtäublinge und zwei rote Farbtupfer: das sind die Harten Zinnobertäublinge. So sieht Michaels jüngster Fund aus. (4 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 9. Juli 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bei sonnigem Wetter zog es Simone und mich im Landkreis Karlsruhe wieder in den Wald. Trotz des wochenlangen Regens gibt es hier immer noch keine Sommersteinpilze.

Dafür Pfifferlinge in Massen, wohin man auch schaut. Zu den Pfifferlingen kamen noch einige Pfirsichtäublinge, zwei Zinnobertäublinge und - nur für die Kamera - giftige Schwarzblauende Röhrlinge.

Viele Grüße 

Michael und Simone"


Pfifferlingsnest; Foto Michael 8.7.24

Foto: Die Pfifferlinge sind dünnfleischig, wachsen aber in unzähligen solcher Nester zu Hunderten und Tausenden. 


Violettstielige Pfirsichtäublinge; Foto Michael 8.7.24

Foto: Zwei Violettstielige Pfirsichtäublinge. In diesem Stadium duften sie obstartig, im Alter nach Hering. Das macht überhaupt nichts, denn der Geruch verfliegt beim Erhitzen. Und nach Hering duftende Täublinge sind fast immer essbar und mild. Die Pfirsichtäublinge zählen mit zu den kulinarischen Spitzentäublingen. 

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Schwarzblauende Röhrlinge; Foto Michael 8.7.24

Foto: Als hätte sich irgendein gefährlich anmutendes Insekt auf der Unterseite des rechten Pilzes niedergelassen. Dabei sind es der Stielschnitt und ein von Michael eingezeichnetes Muster auf den Röhren, die sich heftig schwarzblau färben. Deshalb heißen diese Pilze, die noch vor einigen Jahren als essbar galten, Schwarzblauende Röhrlinge. Heute wird die zu den Kleinen Röhrlingen zählende Art als giftig eingeordnet. 

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