Pilzticker BaWue 423
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs
Foto: Auch in Michaels Revieren wachsen die Pfifferlinge (rechts), ähnlich wie bei Jürgen vom Pilz-Ticker Rheinland-Pfalz, seit dem Monat Mai durchgehend in Massen. Links eine Krause Glucke, darunter Schmarotzerröhrlinge und Goldblätter, beide ausgezeichnete Speisepilze (6 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 13. September 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei uns im Landkreis Karlsruhe wachsen die Pfifferlinge immer noch in Massen. Dazu gesellten sich für mich die erste Krause Glucke, Europäisches Goldblatt, Schmarotzerröhrling und einige Stinktäublinge, die von weitem wieder einmal wie Steinpilze aussahen.
Viele Grüße
Michael"
Foto: Überall schimmert es goldgelb. Die Pfifferlinge in Michaels Revieren wachsen - oft in Massen - durchgehend seit Ende Mai.
Foto: Eine Krause Glucke lässt sich Michael natürlich nicht entgehen.
Foto: Wohl jeder hat sie schon gesehen und hielt sie aus ein paar Metern Entfernung für Steinpilze. Doch es sind ungenießbare, bei der Rohkostprobe äußerst scharf schmeckende Stinktäublinge.
Foto: Das Europäische Goldblatt ähnelt in der Erscheinung einer Ziegenlippe oder einem Rotfußröhrling. Es hat einen samtig-filzigen Hut, nussbraun bis zimtbraun und meist mit Rottönen durchsetzt.
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Foto: Schmarotzerröhrlinge parasitieren an einem Dickschaligen Kartoffelbovist. Sie sind ausgezeichnete Speisepilze.
Petra schreibt am 9. September 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am 9. September habe ich bei einer Radtour im Stadtkreis Baden-Baden ein Prachtexemplar von Schwefelporling an einem Apfelbaum entdeckt (Foto rechts). Er leuchtete schon von Weitem.
Der "Chicken of the woods", wie er auch genannt wird, hat ein feines Mittagessen für mehrere Personen ergeben.
Herzliche Grüße
Petra"
(Foto © Petra)
(Nachgereicht am 17. September 2024)
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Foto: Eine formschöne, zudem saubere Krause Glucke, einige Fleischrote Gallerttrichter sowie ein knappes Dutzend Amethystschuppige Pfifferlingen hat Heiko bei Calw gefunden. Und hofft, dass die jüngsten Regenfälle das Steinpilzwachstum anschieben. (Foto © Heiko)
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Heiko schreibt am 9. September 2024:
"Guten Morgen Heinz-Wilhelm,
nach herrlichen 14 Tagen in Dänemark mit schönstem Spätsommerwetter ging es für uns am Samstag zurück in die Heimat.
Nach getaner Hausarbeit nutzte ich den gestrigen Sonntag für einen Besuch meiner Wälder bei Calw.
Ich konnte zwar kaum Röhrlinge finden (die Regenfälle Ende letzter Woche schlagen noch nicht durch), jedoch freute ich mich über meine erste schöne Krause Glucke in diesem Jahr. Außerdem konnte ich ein knappes Dutzend Amethystschuppiger Pfifferlinge ausmachen und nahm erstmals ein paar Fleischrote Gallerttrichter mit, die seit Wochen treu und zuverlässig in großen Mengen wachsen.
Nun hoffe ich, dass die Meldung von Oliver kein kurzes Intermezzo bedeutet und wir uns bald über volle Körbe und eine gute Herbstsaison freuen können.
Viele Grüße sendet dir
Pilzfreund Heiko"
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Foto: Endlich Fichtensteinpilze, und das in ausgezeichneter Qualität, in den Höhenlagen des südlichen Schwarzwaldes. Und dazu gab es reichlich Pfifferlinge für Oliver. Ein kräftiger Beginn der herbstlichen Saison!
Südschwarzwald ab 1000m NHN - Noch vor einer Woche sei im südlichen Schwarzwald in Höhen ab 1000 Meter Normalhöhennull (NHN) noch vollkommen tote Hose bei den Pilzen gewesen, schreibt uns Pilzfreund Oliver.
Das hat sich an diesem Wochenende schlagartig geändert. "Der Wald scheint vor Pilzen regelrecht zu explodieren", weiß er nach seinem heutigen Gang zu berichten. Womit hoffentlich die Saison der Fichtensteinpilze endlich begonnen hat.
8. September 2024
(4 Fotos © Oliver)
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2 Fotos: Zwei prächtige Fichtensteinpilze, links mit keuligem, rechts mit walzenförmigem Stiel. Besonders bei dem Pilz links ist die helle Netzzeichnung sehr gut zu erkennen. Die Fichtensteinpilze sind endlich da im südlichen Schwarzwald!
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Foto: Pfifferlingsszenerie im südlichen Schwarzwald. Sie liegen im Korb und stehen (noch) im Gras.
Foto: Über 50 Sommersteinpilze, ein halbes Dutzend Flockis und zwei Ziegenlippen waren Michaels Ausbeute bei seiner großen Umschau im Landkreis Karlsruhe. (2 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 7. September 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern war ich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe nochmals auf Sommersteinpilzpirsch.
Ich konnte noch einige Sommersteinpilze sammeln, die meisten waren aber bereits durch die Hitze hinüber. Ein paar Flockis und zwei Ziegenlippen gab es obendrein. Und vor die Kamera kam mir dann noch ein Bronzeröhrling, der, wie seine umstehenden Geschwister auch, natürlich stehen blieb.
Was es immer noch massenhaft gibt, und das seit Monaten, sind Pfifferlinge. Diese blieben aus Zeitgründen im Wald und werden die kommenden Tage nochmals aufgesucht.
Viele Grüße
Michael"
Foto: Auch wenn er - der Lichtverhältnisse wegen - aussieht wie ein Sommersteinpilz: dies ist ein streng geschützter Bronzeröhrling. Da kleine Waldnager sich erdreisteten, ihn anzuknabbern, hat die zuständige Pilzpolizei sicher ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen die Bundesartenschutzverordnung eingeleitet.
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Foto: Ein Prachtstück von einer Krausen Glucke. Frank kam genau zur richtigen Zeit, um sie in diesem vollendeten Erntezustand zu holen. Auch der kleine Piepmatz kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Auf dem 2. Foto liegt die Fette Henne noch in ihrem Nest aus Gezweig, für uns unsichtbar mit Sicherheit angedockt an das Wurzelwerk einer Kiefer. (Foto © Jörg)
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Frank schreibt am 4. September 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
nach wochenlanger Niederschlagsfreiheit hat es nun am Nachmittag endlich einmal eine halbe Stunde geregnet und es ging just noch mit den letzten Regentropfen in den Fichten- und Tannenwald, wo alles wunderbar duftete.
Nach wenigen Metern schon stieg mir der Geruch einer Krausen Glucke in die Nase und ich bin in Kreisen gelaufen, um dann aber nur ein kleines Stückchen zu finden.
Ich ging dann etwas weiter zu einer Stelle, an welcher ich vor ein paar Jahren schon eine Glucke, die mitten auf dem Weg wuchs, gefunden und mitgenommen hatte; mehr dazu mit einem beeindruckenden Foto siehe hier (Tageseintrag vom 11. September 2022). Und tätsächlich, nur ein wenige Meter daneben erblickte ich ein Monster einer Glucke im schönstem Zustand. Welche Freude!
Trotz der Hitze zeigte sie keinerlei Trockenschäden. Was ein kurzer Regen so bewirkt, schon wachsen die Pilze!* Zum Glück befanden sich in meinem Rucksack noch größere Müllbeutel und so konnte ich sie sogleich nach Hause bringen.
Sie maß beeindruckende 40 mal 50 Zentimeter und wog satte 4.5 Kilo!
Nach kurzer Säuberung wurde ein Viertel als Pastasoße zu Spaghetti gereicht, heute wird noch eine klassische "Creme of mushroom soup" nach Escoffier zubereitet.
Den Rest möchte ich trocknen und zermahlen und mir als Zugabe für deftige Wintersuppen aufheben.
Heute Morgen hat es wieder geregnet, somit wird es jetzt wohl so richtig losgehen mit dem Pilzwachstum.
Pilz Heil!
Frank"
* Der Regen war für die Krause Glucke ohne Einfluss. Sie ernährt sich von Zuckersäften der Kiefer, an deren Stamm oder Wurzeln sie fruktifiziert.
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Foto: Mit diesen 21 herrlichen Sommersteinpilzen hatten Britta und Jörg kaum gerechnet. Erst die Erfolgsmeldung von Michael und Simone vom 30. August lockte die Zwei in den Wald - und brachte sie auf die richtige Spur. (Foto © Jörg)
Pilz-Ticker-BaWue
Jörg schreibt am 31. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
an dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Dir bedanken, dass Du diese höchst informative Plattform betreust.
Bei unserem letzten Rundgang vor zwei Wochen war außer Pfifferlingen und Täublingen fast kein Pilz zu finden, obwohl es zuvor ausreichenden Niederschlag gab. Ohne den letzten Beitrag von Simone und Michael wären wir heute wohl kaum in den Wald aufgebrochen, da wir die Befürchtung hatten, dass es jetzt zu trocken war.
Zu unserer Überraschung haben wir eine ordentliche Menge an Sommersteinpilzen gefunden, welche kaum madig waren.
Viele Grüße
Britta und Jörg"
Foto: Sommersteinpilze en masse - das hat es in diesem Jahr so gut wie noch nie gegeben. Auch die Menge der Flockenstieligen Hexenröhrlinge sowie die der Ziegenlippen (gelbe Röhren) enthält die Botschaft: dies könnte der Durchbruch der der Röhrlinge in diesem Pilzjahr sein. (5 Fotos © Michael)
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Foto: Ein makelloser Sommersteinpilz, der wie eine Eins dasteht. Es war dieses Jahr ein schier endloses Warten, bis sie endlich in solch einer Menge auftreten, wie Michael und Simone sie jetzt gefunden haben. Fehlen nur noch die Fichtensteinpilze...
Michael schreibt am 30. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
jetzt sind endlich die Sommersteinpilze da! Bei über 30 Grad waren Simone und ich in den Wäldern unterwegs, bevor es gegen Nachmittag an den Baggersee ging.
Gesammelt haben wir viele Sommersteinpilze, Hainbuchenraufüße, Flockis, Ziegenlippen, Perlpilze, einen Speisetäubling und einen Safranscheidenstreifling. Vor die Kamera kamen mir noch Zimtröhrlinge und Grüne Knollenblätterpilze.
Viele Grüße
Michael und Simone"
Foto: Und weil's so schön war, gleich noch einer, diesmal in Hainbuchentrieben.
Foto: Auch der kräftige Schub der Flockenstieligen Hexen - hier ein schönes junges Exemplar - gibt Anlass zu der Hoffnung, dass die Röhrlinge sich endlich durchsetzen.
Foto: Zeitgleich mit den Sommersteinpilzen und den Flockenstieligen Hexenröhrlingen sind auch die Zimtröhrlinge (Hasenröhrlinge) wie dieser da. Michael lässt sie grundsätzlich stehen. In seltenen Fällen lösen sie allergische Reaktionen im Magen-Darm-Bereich aus.
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Foto: Die Steinpilze lassen weiter auf sich warten. Es sprangen ein diverse Täublinge, darunter überwiegend Pfirsichtäublinge (links), sowie wieder einmal ein Batzen Pfifferlinge. (2 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 22. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
erneut waren Simone und ich nach Steinpilzen schauen. Leider tut sich da immer noch nichts. Dafür sammelten wir diverse Täublinge, eine Flockenstielige Hexe und immer noch sehr viele Pfifferlinge, von denen wir nur die schönsten mitnahmen.
Am Wegrand zeigte sich ein kleiner Netzstieliger Hexenröhrling. Nicht weit entfernt überraschte uns eine gelbe Form eines Netzstieligen Hexenröhrlings, den ich so noch nie gesehen hatte.
Viele Grüße
Michael und Simone"
Foto: Ein Netzstieliger Hexenröhrling mit Gelbsucht? Durch und durch in Gelb zeigt sich dieser kuriose Fund. Auf einen Falschen Schwefelröhrling, auch Gelber Hexenröhrling genannt, brauchen wir hier nicht zu spekulieren: der hätte nicht das geringste Anzeichen von einem Netz, das hier sehr ausgeprägt ist. Eine eigene Art ist hier schwer zu erkennen, eher eine Abwandlung eines Netzstieligen Hexenröhrlings.
Foto: Drei, die Heikos Gaumen betörten: wunderschöne Grünfelderige Täublinge auf einem Holzbrett. (2 Fotos © Heiko)
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Heiko schreibt am 18. August 2024:
"Guten Abend Heinz-Wilhelm,
nach wochenlanger Trockenheit und Hitze hat es in der Nacht von Samstag auf Sonntag endlich schön und lange geregnet.
So machte ich heute Nachmittag bei angenehmen 19 Grad einen schönen Spaziergang durch meine Laubwälder im Landkreis Böblingen. Es ging mir zunächst gar nicht so sehr um Funde, sondern um die klare, kühle Luft. Welch ein schönes Gefühl!
Neben unzähligen Nacktschnecken entdeckte ich zu meiner Überraschung in einem buchengeprägten Waldbestand junge, fast makellose Grüngefelderte Täublinge. Auch wenn es nur bei einem Trio blieb: sie waren ein wahrer Gaumenschmaus!
Viele Grüße Dir und allen Pilzfreunden
Heiko"
Foto: Da standen sie noch im Laub und zeigen ihre unvergleichliche patinagrüne Sprenkelung, die köstlichen Grünfelderigen Täublinge.
Foto: Die Röhrlinge sind im Vormarsch, vor allem Flockenstielige Hexen und Hainbuchenraufüße. Aber auch eine dicke Portion Pfifferlinge gab es wieder einmal für Michael und Simone. (5 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 12. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
langsam nimmt die Vielfalt zu. Simone und ich sammelten Hainbuchenraufüße, Flockis, Pfifferlinge, Ziegenlippen, diverse Täublinge, Goldblätter und zwei Sommersteinpilze. Simone entdeckte tatsächlich auch einen kleinen Bronzeröhrling, der allerdings im Wald blieb.
Viele Grüße
Michael und Simone"
Foto: Ein makelloser junger Bronzeröhrling. Eine von gut einem Dutzend streng geschützten Pilzarten, die man - unter Androhung hoher Bußgelder - nicht entnehmen darf.
Foto: Dieser Sommersteinpilz scheint ein wenig stolz auf seine Schönheit zu sein, die er auf dem Höhepunkt seiner Reife entfaltet.
Foto: In wunderbaren warmen Rottönen scheint dieser prachtvolle Flockenstielige Hexenröhrling regelrecht zu baden.
Foto: In die Medaillenränge der Schönsten kommen diese Hainbuchenraufußröhrlinge sicher nicht, doch für die Bratpfanne reicht es allemal.
Foto: Ein größerer und ein ganz kleiner Eichhase. Der Große ist hinsichtlich Alter und Zustand ein Spitzenpilz für die Verwertung. Eichhasen sind nicht nur gute Heilpilze, sondern schmecken auch ausgezeichnet. Mehr über diese an Eichen und Rotbuchen gebundene Pilzart gibt es hier, Tageseintrag vom 12. Juli 2019, übrigens ebenfalls von Sepp. (2 Fotos © Sepp)
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Sepp schreibt am 8. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
sie sind wieder da, meine Eichhasen! Seit fünf Jahren finde ich sie an ein und demselben Standort im Landkreis Reutlingen. Dieses Jahr sind es 12(!) Stück in unterschiedlichen Entwicklungssstadien.
Ansonsten ist dieses Jahr ein seltsames Pilzjahr. Ich habe bereits im April Stockschwämmchen an verschiedenen Baumstuken gefunden. Ein Stumpf hat dieses Jahr sogar schon drei Mal getragen.
Auch Pfifferlinge konnte ich häufiger finden. Die Steinpilze trauen sich dagegen noch nicht so richtig hervor. Weitere Funde für mich waren verschiedene Täublinge, Perlpilze, Gelbporiger Raufußröhrling, Scheidenstreiflinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge und ein paar Anischampignons.
Herzliche Grüße
Sepp"
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Foto: Der Anblick von einem halben Dutzend Eichhasen in Reihe hat Seltenheitswert. Eine tolle Fundquelle hat der Sepp!
Foto: Da wird sich Heikos Frau zuhause gefreut haben. Denn Pfifferlinge sind ihre Lieblingspilze. Um so besser, wenn es dann so viele sind. Das 2. Foto zeigt den Gesamtfund, ausgelegt auf einem bemoosten Baumstumpf.
Heiko schreibt am 6. August 2024:
"Guten Abend Heinz-Wilhelm,
heute sende ich Dir und allen Pilzfreunden mal wieder einen Bericht für den Pilzticker Baden-Württemberg.
Gemeinsam mit meinen beiden Töchtern Eva und Merle ging es heute Morgen zu einer bergigen Tour in den Hochschwarzwald bei Hinterzarten.
Bei sommerlichen 26 Grad marschierten wir die steilen und moosigen Fichtenhänge immer wieder rauf und runter, mit dem Ziel, unseren Sammelkorb noch einmal mit Pfifferlingen zu füllen.
Das Schwitzen und Kämpfen lohnte sich: wir erfreuten uns immer wieder an „gelben Nestern" vom Echten Pfifferling sowie auch von der Amethystschuppigen Art.
Merle entdeckte zu ihrer Freude neben einem Flockenstieligen Hexenröhrling auch einen knackigen Fichtensteinpilz.
So war es ein schöner Ferienausflug für die Kinder und eine tolle Ausbeute für meine Frau Kerstin zu Hause! Wie schon einmal erwähnt, liebt sie Pfifferlinge mehr als jeden anderen Pilz.
Viele Grüße senden Dir
Merle, Eva und Heiko"
(3 Fotos © Heiko)
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Foto: Ein Nest von Pfifferlingen im lichten Fichtenhochwald.
Foto: Ein toller Fund von Pfifferlingen, Totentrompeten und Semmelstoppelpilzen für Rike und Miguel. (3 Fotos © Rike)
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Rike schreibt am 4. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
heute waren wir wieder im hinteren Murgtal unterwegs. Auch dieses Mal haben wir unbekanntes Terrain erkundet und sind auch fündig geworden.
Nach einer beachtlichen Menge an Pfifferlingen stießen wir auf ein wunderschönes Feld aus Herbsttrompeten (Foto rechts), aus dem wir uns die schönsten ausgesucht haben. Kurz vor Ende der Tour fanden wir an einem steilen Hang Unmengen von Semmelstoppelpilzen, von denen wir jede Menge stehen ließen, da unsere Körbe voll waren.
Nun warten einige Stunden Putzarbeit auf uns, aber wir sind glücklich und dankbar für diese tollen Funde.
Viele Grüße von Rike und Miguel"
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2 Fotos: Die Pfifferlinge standen verstreut-gesellig, die Herbsttrompeten fast in Linie. zwei schöne Anblicke waren es in jedem Fall.
Michael schreibt am 3. August 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
gestern waren Simone und ich mal im nördlichen Schwarzwald um den gut 700m hohen Dobel unterwegs. Dort geht es langsam mit den Pilzen los.
Wir sammelten Flockis, einige Pfifferlinge, Speise- und Pfirsichtäublinge, einen Sommersteinpilz und zwei Hainbuchenraufüße. Das Foto (rechts) zeigt unseren Gesamtfund.
Zudem gab es Unmengen an Korallen, die ich aber nicht bestimmen kann.
Viele Grüße
Michael und Simone"
(3 Fotos © Michael)
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Foto: Ein schöner junger, makelloser Hainbuchenraufußröhrling.
Foto: Das sieht deutlich nach einer Gelblichen Koralle aus, die (leicht) giftig ist. Bei empfindlichen Personen bewirkt sie Magen- und Darmstörungen. Sie wächst sowohl im Nadel- als auch im Laubwald, hier bevorzugt unter Buchen.
Foto: Die Botschaft dieses Bildes lautet: Endlich Sommersteinpilze! Und sogar in brauchbarem Zustand. Die Pfifferlinge sind seit Monaten ein Dauerbrenner, dazu gab es für Michael Hainbuchenraufüße, Filzröhrlinge und verschiedene Täublinge. (3 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 23. Juli 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
aktuell lassen sich in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe zu den immer noch zahlreich wachsenden Pfifferlingen endlich auch ein paar Sommersteinpilze blicken. Die Vielfalt nimmt zu. Diverse Täublinge, Hainbuchenraufüße, Filzröhrlinge und ein Flocki landeten im Körbchen. Zudem fand ich einige von Schnecken schon ramponierte Hasenröhrlinge (Zimtröhrlinge) und einen ersten Grünen Knollenblätterpilz.
Viele Grüße
Michael"
Foto: Nach langer Zeit endlich einmal wieder ein schöner fotogener Sommersteinpilz.
Foto: Eine kleine Familie der gerne gesellig wachsenden sehr gut schmeckenden Hainbuchenraufußröhrlinge.
Foto rechts: Ein Grüner Knollenblätterpilz plus Nachwuchs in den Böblinger Wäldern. Diese Form der zwiebelartig-lappigen, oftmals offenstehenden Knolle sollten wir uns als sehr wichtiges Warnzeichen einprägen, gehört es doch unverkennbar zu diesem sehr giftigen Pilz. Auch der charakteristische genatterte Stiel ist hier ansatzweise sichtbar. Das Grünliche des Hutes geht hier leicht ins Gelbliche, weshalb wir auch den Gelben Knollenblätterpilz, längst nicht so giftig, ebenfalls unangetastet lassen müssen. Es könnte nämlich ein Grüner sein... (Foto © Heiko)
23. Juli 2024
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Foto: Dieser Pfifferling zeigt deutlich, warum er Amethystschuppiger Pfifferling heißt. Sehr schön sind die namengebenden violetten Schüppchen zu sehen. Amethyste werden die violetten Varietäten des Minerals Quarz genannt. Auf dem 2. Foto ist ein Nadelwald-Anhängselröhrling zu sehen, auch Gelber Steinpilz genannt. Er ist streng geschützt. (5 Fotos © Heiko)
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Heiko schreibt am 15. Juli 2024:
"Guten Morgen lieber Heinz-Wilhelm,
am gestrigen Sonntagvormittag habe ich mir mal wieder die Zeit für eine ausgedehnte Pilztour mit meiner Tochter Merle im Hochschwarzwald nehmen können.
Auf einer schönen Runde in der Nähe von Todtnau machten wir auf knapp 900 Höhenmetern bereits eine große Artenvielfalt für Mitte Juli aus. So freuten wir uns über unsere ersten Amethystschuppigen Pfifferlinge dieses Jahr, entdeckten eine große Gruppe vom Fleischroten Gallerttrichter am Rande eines geschotterten Waldweges und erspähten die ersten, nach dem Bundesartenschutzgesetz streng geschützten Nadelwald-Anhängselröhrlinge (Foto rechts) in unserem Pilzjahr 2024.
Neben verschiedenen Pfifferlingen (im Nadelwaldbereich des Hochschwarzwaldes zeigt sich überwiegend der Echte Pfifferling), nahmen wir einige Flockenstielige Hexenröhrlinge sowie vier Exemplare vom wohlschmeckenden Milchbrätling mit.
Wegen eines plötzlich einsetzenden Gewitters mussten wir eilends zurück zum Auto, weshalb es dieses Mal nicht zu einem Foto mit unserem Gesamtfund kam.
In den nächsten zwei Wochen sind in Baden-Württemberg warme Temperaturen und kaum Regen angesagt. Wir sind gespannt, wie sich das Pilzwachstum nun, gerade in Bezug auf die verschiedenen Röhrlinge, entwickeln wird.
Herzliche Grüße und einen guten Wochenstart wünschen Dir
Merle und Heiko"
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2 Fotos: Links ein ebenso erhabener wie wohlschmeckender Milchbrätling, eine Pilzart, die geschmacklich zu den besten Speisepilzen in Mitteleuropa zählt. Für die Website 123pilzkunde.de ist der Milchbrätling (oder Milchbratling) kulinarisch sogar die Nummer 1 aller Speisepilze - wenn man ihn denn richtig zubereitet. Wir schließen uns dem Urteil an! Kein Geschmacksriese, aber eine Bereicherung für Salate ist der Fleischrote Gallerttrichter (rechts). Man isst ihn entweder kurz aufgebrüht oder gänzlich roh.
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Foto: Als liege ein (zu kleiner) Pilzhut auf einem Pfirsich, so gestaltet sich der Anblick dieses jungen Flockenstieligen Hexenröhrlings. Aber auch des farblichen Frohsinns wegen wird dieses Foto berücksichtigt.
Bernhard schreibt am 14. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm, liebe Pilzfreunde,
Dein Pilzticker gehört seit vielen Jahren zu meiner täglichen Lektüre, genauso wie meine Heimatzeitung. Die vielen Beiträge erfreuen mich als nun 78-jährigen Pilzsammler schon viele Jahre.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Pfifferlinge wie dieses Jahr im Hinteren Kandertal im Landkreis Lörrach gefunden zu haben. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass ich jemals solche Schäden in den Wäldern, speziell in den Fichtenbeständen, gesehen habe. Das Betreten der Fundstellen wird durch die gefällten Bäume und Äste so gefährlich, dass man es eigentlich besser sein lässt. Falls man sich doch dazu entschließt, dann nur in Begleitung!
Diese Art der Waldpflege wird mir weiterhin ein Rätsel bleiben. Wer allerdings ein Schlupfloch findet, wird an den unzugänglichen Orten reich belohnt. Die Pfifferlinge wachsen wie verrückt! So konnten wir heute zwei Körbe voller herrlicher Pfifferlinge sammeln (1. Foto rechts). Andere Pilze sind dagegen sehr rar.
Heute habe ich Habitate entdeckt, die diese Saison noch von keinem Pilzsammler besucht wurden, vermutlich wegen der Resultate der Waldarbeit: die Aufschichtungen der geschlagenen Bäume mit ihren starken Ästen und Gezweig sind schier undurchdringlich, geradezu halsbrecherisch.
Schweren Herzens haben wir etwa acht bis zehn Pilzstellen wie auf dem 2. Foto unberührt zurückgelassen. Morgen oder übermorgen ist auch noch ein Tag! Bei uns gilt das eingeschränkte Pilzsammelverbot, daran halten wir uns weitgehend.
Besondere Freude machen mir einige Kinder, denen ich meine Plätze nach und nach bei gemeinsamen Pilzgängen offenbart habe. Jedes Jahr lernen sie eine neue Pilzart kennen.
Die Kinder sind begeistert!
Herzliche Grüße aus dem Kandertal bei Lörrach
Bernhard"
(2 Fotos © Bernhard)
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Foto: Herrlich anzusehen sind die fruchtig wirkenden und im jungen Stadium auch obstartig duftenden hellen Pfirsichtäublinge. Eine mild schmeckende, ausgezeichnete Täublingsart. Rechts wieder einmal ein Batzen Pfifferlinge, unten eine Reihe Europäischer Goldblätter, eine zwar nur regional auftretende, doch dann nicht selten mit zahlreichen Exemplaren wachsende Pilzart. (4 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 13. Juli 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
mit den Pfifferlingen geht es bei uns im Landkreis Karlsruhe stark weiter: Pfifferlinge wohin man schaut! Dazu kamen viele Pfirsichtäublinge und einige Europäische Goldblätter, die ebenfalls massenhaft zu finden waren. Für ein Foto posierte ein Strubbelkopfröhrling* parat.
Viele Grüße
Michael"
* Fade und dumpf schmeckender Kriegspilz, Pilz für Notzeiten
Foto: Ein sommergelbes Sträußchen Pfifferlinge, schön praktisch zu "pflücken".
Foto: Ein Pfifferlingsplatz von ganz, ganz vielen. "Die Pfifferlinge stehen, wohin man auch schaut", so Michael.
Foto: Der Strubbelkopfröhrling ist kein Pilz, den man mitnehmen sollte. Man aß ihn nur in schlechtesten Zeiten. Er schmeckt fade bis dumpf.
Foto: Ein schöner Pfifferlingsfund aus den Hängen des südlichen Hochschwarzwaldes statt Arbeiten in der Kita für Glückspilz Sille. Das 2. Foto zeigt, wie die Pilze im Moos und bei Farnen typischerweise wuchsen. (2 Fotos © Simon Felix)
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Simon schreibt am 11. Juli 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
weil eine Kita wegen eines Betriebsausfluges geschlossen war, bot sich uns erneut die Möglichkeit zu einer Pilztour in den südlichen Hochschwarzwald.
Die Hänge waren voller kleiner gelber Punkte, zwar nicht überall, aber vor allem im und unter Moos, bei Farnen und bei belaubtem Boden.
So konnten Jung und Alt schöne Pfifferlinge ernten.
Herzliche Grüße
Simon"
Foto: Viele, viele Pfifferlinge, wie seit Wochen, dazu 12 wohlschmeckende Violettstielige Pfirsichtäublinge und zwei rote Farbtupfer: das sind die Harten Zinnobertäublinge. So sieht Michaels jüngster Fund aus. (4 Fotos © Michael)
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Michael schreibt am 9. Juli 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
bei sonnigem Wetter zog es Simone und mich im Landkreis Karlsruhe wieder in den Wald. Trotz des wochenlangen Regens gibt es hier immer noch keine Sommersteinpilze.
Dafür Pfifferlinge in Massen, wohin man auch schaut. Zu den Pfifferlingen kamen noch einige Pfirsichtäublinge, zwei Zinnobertäublinge und - nur für die Kamera - giftige Schwarzblauende Röhrlinge.
Viele Grüße
Michael und Simone"
Foto: Die Pfifferlinge sind dünnfleischig, wachsen aber in unzähligen solcher Nester zu Hunderten und Tausenden.
Foto: Zwei Violettstielige Pfirsichtäublinge. In diesem Stadium duften sie obstartig, im Alter nach Hering. Das macht überhaupt nichts, denn der Geruch verfliegt beim Erhitzen. Und nach Hering duftende Täublinge sind fast immer essbar und mild. Die Pfirsichtäublinge zählen mit zu den kulinarischen Spitzentäublingen.
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Foto: Als hätte sich irgendein gefährlich anmutendes Insekt auf der Unterseite des rechten Pilzes niedergelassen. Dabei sind es der Stielschnitt und ein von Michael eingezeichnetes Muster auf den Röhren, die sich heftig schwarzblau färben. Deshalb heißen diese Pilze, die noch vor einigen Jahren als essbar galten, Schwarzblauende Röhrlinge. Heute wird die zu den Kleinen Röhrlingen zählende Art als giftig eingeordnet.
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Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen?
Ausgefallene Pilzgerichte wie Kaffee mit Reishi, Steinpilze im Kichererbsen- und Kartoffelpürree, Sammel- und Gesundheitstipps und vieles mehr: Hier geht's zum genussvollen Stöbern in Wohlrabs Pilzreich
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