Pilzticker BaWue 427: 
Funde vom 13.11.2024 - 16.12.2024





Pilzticker Bawue 427




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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Baden-Württembergs





Der Eisvogel pfiff auf die herrlichen Winterrüblinge an der Glems


Herrliche Samtfußrüblinge an der Glems; Foto Heiko 16.12.24

Foto: Herrliche Samtfußrüblinge an erdgebundenem Totholz. Eine Fundmenge, die für einen schönen Topf Pilzsuppe reichen würde. Der Eisvogel pfiff allerdings darauf und verschwand eilends im Tiefflug über die Glems. (Foto © Heiko)

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Heiko schreibt am 16. Dezember 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

bei einem schönen Mittagsspaziergang entlang dem Flüsschen Glems bei Schwieberdingen (Kreis Ludwigsburg) entdeckte ich soeben zusammen mit meiner Frau ein schönes Büschel herrlicher Samtfußrüblinge.

Das Highlight war jedoch ein Eisvogel, der sich ein paar Sekunden beobachten ließ, bevor er im tiefen Flug über die Glems das Weite suchte. 😃

Herzliche Grüße Dir und Deiner Familie und vor allem ein schönes Weihnachtsfest!

Pilzfreund Heiko"


Baden-Baden: Langsames Herantasten an Samtfußrüblinge


Junge Samtfußrüblinge; Foto Suse 14.12.24

Foto: Junge Samtfußrüblinge an der Schnittfläche einer Rotbuche. Suse ist vorsichtig, möchte erst lernen, sie sicher von den gefährlichen Gift- oder Nadelholzhäublingen zu unterscheiden. Eine sichere, empfehlenswerte Herangehensweise! Die Austernpilze auf dem 2. Foto sind da schon leichter zu bestimmen. Sie blieben aber vorerst im Wald, dürfen gerne noch wachsen. (2 Fotos © Suse)

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Junge Austernpilze; Foto Suse 14.12.24

Suse schreibt am 14. Dezember 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war im Wald bei Baden-Baden eine Treibjagd, weshalb ich Umwege mit dem Rad fahren musste. Eigentlich hatte ich Buchen, an denen ich im letzten Winter fündig geworden war, nach Austernseitlingen absuchen wollen. So gelangte ich in Waldgebiete, die ich bislang nicht erschlossen hatte, mir aber für die nächste Hauptsaison merken werde.

Ich musste lange fahren und war schon ziemlich durchgefroren, als ich auf einem Forstweg etliche Stellen mit Samtfußrüblingen fand. Sie wuchsen ganz frisch und üppig an zahlreichen Holzlagerplätzen mit Stämmen, die wohl schon länger dort lagen.

Da ich Anfängerin bin, sammele ich Samtfußrüblinge aber noch nicht. Ich habe zu viel Angst vor einer Verwechslung mit dem Gifthäubling, der nass und alt wohl mal ähnlich aussehen kann.

Sehr glücklich war ich dann, als ich endlich auch ein paar Austernseitlinge fand, sehr schöne junge Exemplare, die ich zum Großteil aber dort ließ und mir wahrscheinlich nächste Woche holen werde, wenn sie etwas größer sind.

Ich wünsche dir und allen Pilzsammlern einen schönen dritten Advent.

Viele Grüße

Suse"

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Noch vier einwandfreie Trompetenpfifferlinge


Winterfund; Foto Michael 12.12.24

Michael schreibt am 12. Dezember 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

zusammen mit Simone ging es auf Winterpilztour im Landkreis Karlsruhe.

Neben Samtfußrüblingen und Judasohren landeten tatsächlich noch vier einwandfreie Trompetenpfifferlinge im Stoffbeutel bzw. auf dem Teller (Foto rechts). Für 3 Steinpilze war es zu spät, die Kleineren wurden vom Frost geschädigt. Auch ein Stoppelpilz igelte sich mit nach außen stehenden Stacheln ein, weil ihm zu kalt war.

Viele Grüße

Michael und Simone"

(3 Fotos © Michael)

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Samtfußrüblinge; Foto Michael 12.12.24

Foto: Junge Samtfußrüblinge.


Judasohren; Foto Michael 12.12.24

Foto: Sobald es feucht oder nass wird, plustern sich die Judasohren auf und sind am Totholz gut zu sehen. 


Samtfußrüblinge in voller Pracht für Michael


Büschel von Samtfußrüblingen; Foto Michael 5.12.24

Foto: In solch herrlichen Büscheln sind uns Samtfuß- oder Winterrüblinge besonders willkommen. Sie sind ausgezeichnete Suppen- und Soßenpilze und wirksame Heilpilze, die in Fernost in großen Mengen gezüchtet und verkauft werden. (2 Fotos © Michael)

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Schale mit Winterrüblingen; Foto Michael 5.12.24

Michael schreibt am 5. Dezember 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

in meinen lokalen Wäldern im Landkreis Karlsruhe konnte ich einen satten Fund von 600 Gramm perfekten Samtfußrüblingen machen. Immer noch ist Vorsicht geboten, denn ich entdeckte auch noch Gifthäublinge. Auch noch einige Glimmertintlinge ließen sich blicken.

Viele Grüße

Michael"




Gifthäublinge; Foto Michael 5.12.24

Foto: Wenn Samtfußrüblinge oder Stockschwämmchen mit Gifthäublingen wie diesen zwei verwechselt werden, ist das Wehklagen groß. Ihr Gift - Amatoxine - schädigt rasch und irreparabel die Leber, was auch zum Tod durch Leberversagen führen kann. Auch Nierenversagen ist möglich.

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Die Winterrüblinge kommen zaghaft


Fund von Samtfußrüblingen; Foto Michael 3.12.24

Michael schreibt am 3. Dezember 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

langsam lassen sich in der Region Karlsruhe-Bruchsal immer mehr Samtfußrüblinge blicken.

Viele Grüße

Michael"

(2 Fotos © Michael)

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Winterrüblinge an bemoostem Stamm; Foto Michael 3.12.24

Foto: Nest von Samtfußrüblingen an moosbewachsenem Totholz.


Bizarre Eisgespinste, ausgelöst durch Winterpilze im toten Geäst


Wunderschönes Haareis; Foto Heiko 1.12.24

Foto: Ein bizarr-schöner Anblick ist dieses Haareis, auch Eiswolle genannt. Es entsteht bei exakt 0 Grad Celsius, wenn das Myzel (Wurzelgeflecht) kälteresistenter Pilze bei seinem Stoffwechsel Gase produziert, die das leicht unterkühlte Wasser im Holz an die Oberfläche drücken. Bei Temperaturen um und knapp unter dem Gefrierpunkt können sich dann wunderschön anzuschauende filigrane Eisgespinste bilden. So wie sie auf diesen zwei ausdrucksstarken Fotos zu sehen sind. (2 Fotos © Heiko)

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Eiswolle; Foto Heiko 1.12.24

Heiko schreibt am 1. Dezember 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

eine herzliche Umarmung am ersten Advent und ein Dankeschön dir für deine Arbeit im Pilzjahr 2024!

Mit dem Dezember-Steinpilz ist es dieses Jahr nichts mehr geworden, dafür sende ich dir einige Winterimpressionen mit Eiswolle (Haareis). Ich fotografierte die Pracht bei herrlich klarem Wetter und -6 Grad im Nördlichen Schwarzwald bei Calw.

Bis bald wieder,

dein Pilzkumpel

Heiko"




Das gab es noch nie: Krause Glucke bewältigt locker einen 4000m-Lauf


Krause Glucke; Foto Michael 28.11.24

Michael schreibt am 28. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

gestern fand ich beim Joggen direkt am Wegrand eine einwandfreie Krause Glucke. Da es langsam dunkel wurde und ich nach dem Lauf nicht mehr in den Wald konnte, nahm ich sie einfach in die Hand und joggte so die restlichen 4 Kilometer nach Hause.

Viele Grüße

Michael"

(Foto © Michael)

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Das ist nicht gerade alltäglich: Austernpilze und Pfifferlinge für Michael


Austernpilze_Foto Michael 23.11.24

Foto: Die Austernlinge sind würdige Nachfolger ihrer Vorgänger an einem uralten, nicht mehr existierenden Rotbuchenstamm über einem Waldbach, von dem Michael jahrelang profitieren konnte. (3 Fotos © Michael)

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Michael schreibt am 23. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

bei meiner kleinen Waldtour im Landkreis Karlsruhe konnte ich schöne Austernpilze und tatsächlich nochmals ein paar einwandfreie Pfifferlinge finden. Ich hoffe, dass es mit den Winterpilzen noch so richtig losgeht. Und zu Deiner Bemerkung unlängst: leider gibt es den Stamm über dem Bach, an dem jahrelang Austerseitlinge wuchsen, nicht mehr.

Viele Grüße

Michael"


Später Pfifferilng; Foto Michael 23.11.24

Foto: So gut sehen die Pfifferlinge auch Ende November noch aus. 


Fund von Austernpilzen und sehr späten Pfifferlingen; Foto Michael 23.11.24

Foto: Seit Ende Mai, also seit sechs Monaten, wachsen die Pfifferlinge nun schon in Michaels Revier. Dass die Austernseitlinge nun da sind, ist weniger überraschend. 





Hohenlohe: Die erste Ladung Austernpilze ist unter Dach und Fach


Korb mit herrlichen Austernpilzen; Foto Ralf 17.11.24

Ralf schreibt am 17. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

die letzten kalten Tage haben hier in Hohenlohe nun für den erforderlichen Kältereiz gesorgt, um die Austernseitlinge zum Wachstum zu treiben. Die erste Suche brachte schon mal eine schöne Ausbeute, siehe Foto rechts.

Da keine Leiter zur Hand war, musste das jüngste Mitglied der Sammeltruppe die oberen Pilze ernten (siehe Foto). Morgen wird es dann wohl Pasta mit Pilzsoße geben und die größeren Pilze landen im Backofen und werden zu Knabberchips.

Ein paar kleine Judasohren sind noch im Wald verblieben, mal sehen, ob sie das nächste Mal erntereif sind. Geschmacksriesen sind die ja nicht, aber halt wertvolle Vitalpilze.

Gruß Ralf"

(4 Fotos © Ralf)

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Austernpilznest an altersschwacher Rotbuche; Foto Ralf 17.11.24
Alles abgeerntet; Foto Ralf 17.11.24

2 Fotos: Auf dem Foto links sitzt die alte, kranke, geschwächte Rotbuche noch voller Austernpilze. Das Bild rechts zeigt den Nachwuchspilzler unmittelbar nach seinem Einsatz. Nicht ein Pilz sitzt mehr am Baum.

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Kleine Judasohren; Foto Ralf 17.11.24

Foto: Die Judasohren waren Ralf noch zu klein für die Ernte. Vielleicht war es aber auch nicht feucht genug, damit sie sich ordentlich aufblähen konnten. 


Noch kein Saisonende im Murgtal: «Was wir aber so nebenher gefunden haben, hat uns erstaunt»


Gesamtfund; Foto Rike 17.11.24

Foto: Die Trompetenpfifferlinge hatten Rike und Miguel im Visier, doch am Ende war einiges mehr an Pilzarten bei ihrem Gang im Murgtal herausgesprungen. Den Abschluss bildete der ansehnliche Gewimperte Erdstern (2. Foto).

(2 Fotos © Rike)

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Gewimperter Erdstern; Foto Rike 17.11.24

Rike schreibt am 17. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute waren wir wieder im Murgtal im Nordschwarzwald auf der Suche nach Trompetenpfifferlingen.

Schon am ersten unserer Plätze standen sie in Massen, wobei viele auch schon zu alt waren. Also machten wir eine Runde und suchten uns die schönsten aus. Was wir aber so nebenher gefunden haben, hat uns sehr erstaunt. Neben etlichen Pfifferlingen gesellten sich auch ein paar Aprikosenpfifferlinge, Violette Lacktrichterlinge, ein Butterpilz, vier Semmelstoppelpilze, ein Sandröhrling, ein wurmfreier Rotfußröhrling und zu guter Letzt zwei einwandfreie Safranschirmlinge in unser Körbchen.

Zum krönenden Abschluss konnte ich noch ein Bild von einem wunderschönen Gewimperten Erdstern (Foto rechts) am Wegesrand schießen.

Was für ein toller Sonntag im Wald!

Viele Grüße von Rike und Miguel"

Blau = ungenießbar

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Hut ab! Was Suse in nur einem Jahr an Pilzarten kennenlernte


Makellos: Steinpilz im Längsschnitt; Foto Suse 16.11.24

Foto: Makellos ist dieser Steinpilz, der einzig brauchbare unter etlichen Steinpilzleichen. (3 Fotos © Suse)

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Suse schreibt am 16. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

heute war ich unterwegs an meinem Hausberg bei Baden-Baden: Ich fand zum ersten Mal einen wunderschönen Schönfußröhrling. Außerdem gab es jede Menge ganz frischer Rotfußröhrlinge. Die Steinpilze hatten eigentlich ihr Wachstum längst eingestellt - doch überraschenderweise fand ich doch einige Leichen in einem Waldstück, in dem ich zuvor noch nicht gewesen war.

Zu den Leichen kam - welch Glück! - noch ein richtig gutes Exemplar, das ich mir später einverleiben werde. Ich bin gespannt, ob sich vielleicht doch noch etwas tut. Hinzu kamen einige Leichen von Flockstieligen Hexenröhrlingen mit einem ganz frischen, wenn auch ziemlich angenagten Zwillingsexemplar. Außerdem noch eine kleine handvoll frischer Trompetenpfifferlinge.

Ich bin relativ neu in der Gegend Baden-Baden. Vor gut einem Jahr fand ich im Sommer auf einer Wanderung Pfifferlinge mitten auf dem Waldweg. Ich kannte mich mit Pilzen überhaupt nicht aus - aber die Pfifferlinge erkannte ich natürlich und nahm sie mit. Später erzählte mir ein Bekannter etwas von "Falschen Pfifferlingen", weshalb ich vorsichtshalber zu recherchieren begann.


Schönfußröhrling; Foto Suse 16.11.24
Zwei derangierte Flockis; Foto Suse 16.11.24

2 Fotos: Links ein sehr später Schönfußröhrling, erkennbar an seinem rot-gelblichen Stiel, dem hellen Hut und natürlich, wenn man ihn entnimmt, an den gelben Röhren. Rechts zwei angefressene Flockenstielige Hexenröhrlinge, die im Gegensatz dazu orangerote Röhren haben. 


Erst seit 2023 auf der Pilzsuche - ein kleiner Rückblick

Damit öffnete sich ein völlig neues Universum. Ich war im Nu infiziert. Im vergangenen Jahr (2023) war der September in Baden schrecklich heiß und trocken. Die Natur ächzte. Doch frisch infiziert, streifte ich durch meine Umgebung, um potenzielle Sammelgebiete ausfindig zu machen - Heidelbeere hier, Heidekraut dort, tote Buchen für den Winter...

Mitte Oktober setzte unaufhörlicher Regen ein, doch die Pilze ließen auf sich warten. Dann kam die erste Explosion, die ich erlebte: Am 6. November 2023 fand ich meine erste Steinpilzstelle mit einem ganzen gewaltigen Schub, der bis zum ersten Frost am 28. November dauerte. Da es regnete und regnete, war ich den ganzen Schub über praktisch allein im Wald gewesen. Ich wusste noch nicht, dass das zur Sammelsaison eine Ausnahme war.

Es ging dann weiter im Jahr mit Austernseitlingen und Judasohren. An Samtfüßrüblinge traute ich mich noch nicht, auch wenn ich sie fand. Dann kamen die Spitzmorcheln. Meine ersten Flockenhexen und wieder Pfifferlinge. Die ersten Semmelstoppelpilze. Der erste Sommersteinpilz. Im August die ersten Totentrompeten. Dann die ersten Edelreizker. Lachsreizker. Trompetenpfifferlinge.

Die erste Krause Glucke. Rotkappen. Vor zwei Wochen der erste Sandröhrling. Natürlich viele Täublinge, die ich aber noch nicht sammele (Schritt für Schritt). Kurz: Ich hatte ein wahnsinnig tolles Jahr im Wald!

Ich danke allen Pilzsammlern für ihre schönen Berichte. Ich werde Euch von nun an auch häufiger mal Bericht erstatten.

Herzliche Grüße

Suse aus Baden-Baden"

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Röhrlings-Aus bei Calw: «Einzig die Trompetenpfifferlinge zeigen sich noch im grünen Moos»


Trompetenpfifferlinge im Gegenlicht; Foto Heiko 16.11.24

Heiko scheibt am 16. November 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

an diesem Samstag, wie angekündigt, noch eine Meldung von mir aus dem Nördlichen Schwarzwald bei Calw: die Röhrlinge und somit auch die Fichtensteinpilze sind endgültig durch.

Da es im Vergleich zu vergangenen Jahren auch nicht kälter ist und erst recht nicht trockener, bin ich mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, der unfassbare Steinpilzausbruch von Ende September bis Mitte Oktober als Wald und Myzel einfach alles rausgehauen haben - siehe Tageseintrag 16. Oktober 2024 auf dieser Seite - , hat dem Röhrlingswachstum einfach früher als sonst die Lichter ausgeknipst.*

Einzig die Trompetenpfifferlinge zeigen sich flächendeckend im saftigen und grünen Moos des Schwarzwaldes. 😀

Liebe Grüße sendet Dir, Heinz-Wilhelm, dein Pilzkumpel

Heiko"

(Foto © Heiko)

* Lieber Heiko, das sehe ich genauso!

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Schönes Wetter und schöne späte Pilze für Fritz vom Bodensee


Trompetenpfifferlinge; Foto Fritz 15.11.24
Flockenstieliger Hexenröhrling; Foto Fritz 15.11.24

2 Fotos: Die Trompetenpfifferlinge (links) werden wohl noch eine ganze Zeit durchhalten; sie zählen zu den spätesten Pilzen im Kalenderjahr. Flockenstielige Hexenröhrlinge wie der auf dem 2. Foto haben die längste Wachstumszeit aller Röhrlinge im gesamten Pilzjahr. Nicht selten sind sie schon im Mai da - und halten bis tief in den November durch. (2 Fotos © Fritz)

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Fritz schreibt am 15. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nachdem wir heute im Bodenseekreis wunderschönen Sonnenschein hatten, musste ich unbedingt die frische Waldluft genießen.

Ich war überrascht, dass ich noch so schöne Trompetenpfifferlinge und den noch schöneren Hexenröhrling in der Sonne gefunden habe. Für die nächste Woche werden ja schon Minusgrade vorhergesagt, dann wird es mit den Röhrlingen wohl vorbei sein.

Bei den Trompetenpfifferlingen allerdings noch nicht. Ich habe diese auch noch stehen gelassen. In den letzten Jahren habe ich sie ja auch noch unter einer leichten Schneedecke in gutem Zustand gefunden.*

Viele Grüße von Fritz aus dem Bodenseekreis"

* Absolut nachvollziehbar, denn ihnen macht leichter Frost oder Bodenfrost nichts aus


Noch schnell ein schönes Körbchen knackiger Totentrompeten aus den Böblinger Laubwäldern, bevor der Frost kommt


Totentrompeten; Foto Heiko 14.11.24

Foto: Dort, wo sie wachsen, können sie in Massen auftreten, dort, wo sie nicht wachsen, fehlt es an kalk- oder basalthaltigem, basisch-gehaltvollem Boden. Totentrompeten sind hervorragende Würzpilze für Pilzsoßen und auch für Mischpilzgerichte bestens geeignet. Die füllhornförmigen Fruchtkörper mit dem umgeschlagenen, hellgesäumten Rand und der glatten, helleren Außenseite sind kaum zu verwechseln. (3 Fotos © Heiko)

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Heiko schreibt am 14. November 2024:

"Lieber Heinz-Wilhelm,

heute Vormittag ging es für mich bei nasskalten Temperaturen um die 2 Grad auf eine Kontrollrunde in meine Böblinger Laubwälder. Gerade rechtzeitig vor den ankündigten Nächten mit Frost sammelte ich noch einmal ein schönes Körbchen knackiger Herbsttrompeten.

Am Wochenende geht es dann noch einmal nach Calw. Ob dort doch noch der ein oder andere Steinpilz nachgekommen ist?

Viele Grüße

Heiko"


Totentrompeten 2; Foto Heiko 14.11.24
Totentrompeten 1; Foto Heiko 14.11.24

2 Fotos: Herbst- oder Totentrompeten sind wandlungsfähig. Sie können hellgrau bis hellbräunlich feinkörnig sein, wie links im Bild, oder braunschwarz oder schwarz wie auf dem Foto rechts

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Erste Austernseitlinge 2024 für Michael - und drei letzte Pfifferlinge im verrückten Pfifferlingsjahr?


Erste Austernpilze; Foto Michael 14.11.24

Foto: Die ersten Austernpilze in Michaels Waldreich sind da. Sollte es sich um jenen Stamm über ein Bächlein handeln, den Michael seit einigen Jahren absucht? (4 Fotos © Michael)

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Glänzender Fliegenpilz; Foto Michael 14.11.24

Michael schreibt am 14. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

nach etwas Pilzpause begab ich mich gestern in meine lokalen Wälder, um nach den ersten Winterpilzen zu schauen.

Und siehe da, ein paar Austernpilze waren bereits da. Weiter fand ich noch ein paar brauchbare Stoppelpilze, Totentrompeten, Trompetenpfifferlinge und sogar noch drei Pfifferlinge. Ein schön glänzender Fliegenpilz war mir auch ein Bild wert (Foto rechts).

An einer mir bekannten Stelle auf einer Wiese standen auch zahlreiche Lilastielige Rötelritterlinge. Ich nahm zwei kleine Exemplare das erste Mal mit.

Viele Grüße

Michael"


Fund mit ersten Austernpilzen 2024; Foto Michael 14.11.24

Foto: Die Ernte der ersten Austernseitlinge (oben links) hat sich gelohnt, dazu gab es einige Semmelstoppelpilze, ein paar Trompetenpfiffers, Herbsttrompeten, einige Pfiffers und zwei Lilastielige Rötelritterlinge (im Uhrzeigersinn).

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Lilastielige Rötelritterlinge; Foto Michael 14.11.24

Foto: Das leuchtende Violett am Stiel ist für die Lilastieligen Rötelritterlinge ebenso charakteristisch wie der blasslila überhauchte Hut. 


Wüstenrot: Auch ‚schneckig‘ sind die Steinpilze für Gourmand Iko ein Leckerbissen


Steinpilze mit Fraßspuren; Foto Dieter 13.11.24

Dieter schreibt am 13. November 2024:

"Hallo Heinz-Wilhelm,

ich war heute bei kühlen 2 Grad nochmals im Schwäbischen Wald um Wüstenrot unterwegs. Und staunte nicht schlecht: es gibt immer noch Steinpilze. Die letzten des Jahres springen einem natürlich nicht mehr in den Korb, sind aber, obwohl deutlich ‚schneckig‘ (Foto rechts), madenfrei. Mein Schwager Iko, der ein Pilzgourmand ist, wird sich freuen.

Liebe Grüße aus dem Schwabenland Dieter"

(Foto © Dieter)

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