Pilzticker Bayern 143
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Übersicht aller bisherigen Pilzticker Bayerns
Maria P. schreibt am 7. Oktober 2024:
"Servus Heinz-Wilhelm und Pilzfreunde,
heute mal kein „Beutefoto“.
Aber die vier „Glückspilze“ auf dem Foto weiter unten, die augenblicklich mit zahlreichen Artgenossen einen meiner angestammten Steinpilzplätze zieren, haben es einfach verdient, verewigt zu werden – bevor der bereits angedrohte nächste Regen die rot-weiße Pracht verwäscht und die heuer nimmersatten Schnecken ihr auch hier schon begonnenes Werk vollenden. Ich bin gespannt, was bei unserem nächsten Besuch von den Prachtpilzen noch übrig ist.
Nun aber zum Thema. Der erhoffte „Wiesenschub“ ist tatsächlich gekommen. Nicht so üppig wie andernorts, aber da ich dank Hund tagtäglich unterwegs bin, bin ich frei nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ mehr als zufrieden und konnte dank konsequenter Ausschau nach Anzeigerpilzen etliche neue Goldgruben plündern oder für die Zukunft abspeichern. Mein Bäuchlein ist bestens versorgt, der Wintervorrat ist angelegt und alle, die aus Zeit- oder sonstigem Mangel kein Sammlerglück hatten, sind versorgt.
In den Wäldern ist es ziemlich ruhig, da anscheinend viele Schwammerlsucher bereits frustriert die Segel gestrichen haben.
Man muss die Pilze suchen, kann sie nicht einfach abholen
Das Wetter macht es den Pilzen und ihren Freunden heuer nämlich wahrlich nicht leicht. Regen und nochmals Regen, oft aus „heiterem Himmel“ als sintflutartige Schauer, die Tage bis auf ein paar „Sonnenblitze“ überwiegend grau in grau. In den Wäldern, egal ob Nadel-, Laub- oder Mischwald, fehlt durch die kürzer werdenden Tage nicht nur Licht, sondern, da die Nächte schon empfindlich kühl sind, auch Wärme, alles fühlt sich feucht und klamm an.
Auch die Laubbäume lassen sich wohl wegen der hohen Feuchtigkeit Zeit mit dem Anlegen ihres Herbstgewands. Vielleicht erklärt dies auch die fehlende Pilzvielfalt und dass es wirklich Schwammerl „suchen“ ist, sprich, man ganz schön laufen und die Augen offen halten muss, um etwas zu finden. Immerhin scheint das Wetter wenigstens die Maden vertrieben zu haben, so dass nur noch die Schnecken die Freude über die Funde trüben. Dies allerdings sehr massiv, ich glaube, ich kann meine komplett unbeschädigten Funde zählen.
Zur Zeit wachsen verschiedene Stäublinge, wobei sich die Flaschenstäublinge teilweise zu wahren Giganten aufblähen. Ebenfalls häufig anzutreffen sind Anischampignons, deren Hüte teilweise Tellergröße erreichen, weil sie anscheinend keiner nimmt. Zum „Sau fuadan“ (= Schweine füttern) gibt’s Parasole und Safranschirmlinge, die überall teilweise in ganzen Gruppen auftauchen.
Leider bekommt ihnen, da sie ja einen sehr empfindlichen Hut und relativ dünnen Stiel haben, der ewige Regen nicht so gut, so dass es etwas schwierig ist, Topexemplare zu finden – es sei denn, man nimmt sie als Paukenschlegel.
Einen schweren Stand haben auch Rotfüße und Filzröhrlinge, da sie schnell Matsch sind bzw. Goldschimmel ansetzen.
Sogar die Reherl sind schnell matschig
Maronen wachsen ebenfalls, allerdings nicht sehr üppig und ziemlich verstreut. Und man muss besonders bei den dünnstieligen und denen, die an sehr dunklen und feuchten Stellen stehen, bereits auf Schimmelstellen aufpassen.
Ein Ärgernis für Steinpilzfans sind die nach wie vor allgegenwärtigen Stinktäublinge. Trotzdem ist es mir unverständlich, warum man sie reihenweise rausreißen und hinschmeißen muss. Einmal unter den Hut gelangt oder ein kleiner Messerschnitt zeigt einem doch, wen man vor sich hat.
Schwer tun sich bei der Nässe natürlich auch sämtliche Lamellenpilze und Trichterlinge, die man ebenfalls sporadisch antrifft.
Die Reherl bemühen sich immer noch – allerdings muss man sie sehr klein nehmen, da auch sie schnell matschig werden.
Die Steinpilze habe ich überwiegend auf Lichtungen und an moosigen Waldrändern gefunden, wo das Gras nicht zu üppig und hoch war, im Waldinneren eher sporadisch. Im Augenblick dominieren an diesen Orten die Fliegenpilze, und zwar eher in verwaschenem Orangerot als rot-weiß gepunktet, und natürlich die Flockis, die, ebenso wie die Steinpilze, eigentlich sehr gut mit der Situation zurechtkommen.
Liebe Grüße und einen sicher noch spannenden Endspurt in die Schwammerlsaison 2024
Maria"
(Foto © Maria P.)
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Helmut schreibt am 6. Oktober 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
ich bin seit längerem Leser des Pilz-Tickers und passionierter Pilzsammler, meine Favoriten sind Pfifferlinge und Steinpilze.
Heute, am 6. Oktober, habe ich nach längerer Zeit mal wieder Steinpilze in meinem bekannten Wald im Hinterland bei Lindau (Bodensee) gefunden . Es waren sechs Prachtexemplare, fast unversehrt. Dazu kam noch fast ein Kilo Pfifferlinge von guter Qualität, siehe das 2. Foto rechts.
Es war ein toller Familienausflug, der vor allem meine 8-jährige Enkeltochter Hanna total begeisterte, siehe das 1. Foto rechts. Ich würde mich freuen, wenn das den Pilzticker interessieren würde.
Liebe Grüße
Helmut aus Lindau"
(4 Fotos © Helmut)
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2 Fotos: Ob Hanna sie gefunden hat? Immerhin stehen diese Steinpilze farblich gut getarnt im Laub.
Collage: Die Reizker haben es Katrin lesbar angetan. Dazu gab es Maronenröhrlinge, Lila Lacktrichterlinge, Safranschirmlinge und einige Rotfüßchen. (Collage/3 Fotos © Katrin)
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Katrin schreibt am 6. Oktober 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
zum ersten Mal melde ich mich aus der Nähe von Petershausen in Oberbayern. Nachdem ich schon sehr lange immer wieder die tollen Pilzberichte auf dem Pilzticker verfolge, möchte ich Euch auch gerne mal berichten, was hier bei uns gerade so passiert.
Am Donnerstagnachmittag waren wir im Wald und haben so unglaublich viele Pilze gesehen und einige kunterbunte Exemplare eingepackt.
Besonders angetan hatten es uns die wunderbaren Reizker. Alle ganz frisch und in der Pfanne mit Speck gebraten, waren sie ein echter Leckerbissen! Ein paar Violette Lacktrichterlinge haben wir fürs Auge auch noch mitgenommen und der Pilzpfanne damit noch einen zweiten Farbtupfer verpasst.
Steinpilz und Maronen haben wir getrocknet. Die kommen im Winter in unsere Nudelsoßen. Und von den Safranschirmlingen haben wir auch nur ein paar mitgenommen - es waren einfach zu viele.
Nachdem es so lange zu trocken war, ist das Pilzwachstum nun wirklich regelrecht explodiert! Eine wahre Freude, wohin man schaut.
Viele Grüße aus Petershausen
Katrin"
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Foto: Mal wieder etwas Abseitiges: Die Vielgestalte Holzkeule wird im angloamerikanischen Raum "Dead men's fingers" (Finger der toten Männer) genannt. Die zur Gattung der Holzkeulen (Xylaria) zählenden Pilze wachsen an totem Laubholz. (Foto © Katrin)
Blau = ungenießbar
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Armin schreibt am 6. Oktober 2024:
"Servus Heinz-Wilhelm,
hier ein paar Fotos von meiner heutigen Pilztour in den Wäldern in der Nähe von Triftern.
Gefunden habe ich wieder hauptsächlich Steinpilze, einige Flockenstielige Hexenröhrlinge, Birkenpilze, Maronenröhrlinge, Pfifferlinge und noch einige mehr.
Gruß Armin"
(3 Fotos © Armin)
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2 Fotos: Ein "normaler" junger, kräftiger Steinpilz (links) und rechts eine Hydra, ein doppelköpfiges Steinpilzwesen.
Hans schreibt am 6. Oktober 2024 zu dieser Collage:
"Servus Heinz-Wilhelm, Servus Pilzfreunde,
heute Früh um 7.30 Uhr habe ich mich wieder auf den Weg in die Wälder südöstlich von München gemacht.
Die Fichtenreizker wachsen ohne Ende, da kann man wählerisch die kleinen mitnehmen. Man kann sozusagen aus dem Vollen schöpfen für sauer eingelegte Reizker, die hervorragend schmecken.
Parasole gibt es im Überfluss. Ich nahm keine einzige mit, denn für heuer haben wir uns an ihnen sattgegessen, desgleichen an den Safranschirmlingen. An Maronen nahm ich nur einige wenige junge Exemplare. Perlpilze in bester Qualität, ein schöner Hexenröhrling sowie Anischampignons landeten dagegen im Korb.
In aller Bescheidenheit habe ich auch Steinpilze mitgenommen. Die sehr alten Herren ließ ich an Ort und Stelle, zwei ältere, die nach meinem Ermessen noch verwertbar waren, wurden geschnitten und sind mittlerweile am trocknen.
Dann gab es noch die jungen mit schönem hellgelben Schwamm, am besten geeignet für Rahmpilze, sowie noch junge knackige; die werden tiefgefroren.
Einen der jungen Knackigen habe ich einem Fliegenpilz entführt, sie wuchsen in einem Abstand von zehn Zentimetern. Einige hatten sich dermaßen perfekt getarnt, dass ich es eher als Zufall werte, sie überhaupt gefunden zu haben.
Nun haben wir absolut Herbst, die Pilzsaison wird sich langsam neigen. Wenn ich sie Revue passieren lasse, war es anfänglich nicht so toll, aber die letzten drei Wochen waren für mich ein voller Erfolg.
Ich wünsche den Pilzliebhabern noch einen schönen Herbst und PILZE.
Dir, Heinz-Wilhelm natürlich auch, und wenn ich immer wieder Danke sage, meine ich das ernst. Ich schaue morgens erst den Pilzticker Bayern an, dann Nachrichten und anschließend den Ticker von den anderen Bundesländern.
Mit den besten Grüßen aus Unterhaching
Hans"
(Collage/6 Fotos © Hans)
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Andreas schreibt am 5. Oktober 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
zum Tag der Deutschen Einheit war ich in meiner alten Schweinfurter Heimat und prompt erreicht mich von meiner Frau aus Bamberg die Nachricht über Steinpilze im Hauptsmoorwald. Direkt neben unserem Wohngebiet am Stadtrand entdeckte sie bei der Gassirunde ganz zufällig direkt in Wegesnähe sieben wunderschöne Steinpilze.
Das Pilzfieber war sofort auch bei mir entfacht, also habe ich die Kinder eingepackt und meine alten Plätze rund um Reichmannshausen im Landkreis Schweinfurt aufgesucht.
Steinpilze gab es keine, aber eine sehr kleine Espengruppe am Mischwaldrand lieferte uns einen Prachtfund an Espenrotkappen (1. Foto rechts). Auf wenig mehr als 100 Quadratmetern fanden wir knapp 30 Rotkappen und einen schönen Birkenpilz. Genau dieser Bereich hatte uns bereits in der Vergangenheit mehrfach mit Rotkappen versorgt, diesmal war das Timing perfekt.
Im angrenzenden Eichenmischwald, wo wir sonst häufig auch größere Mengen Steinpilze gefunden hatten, war kaum etwas zu holen. Zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge, zwei einzelne Rotkappen und eine Marone waren alles.
Die Ausbeute reichte insgesamt für eine leckere Mischpilzsoße mit frischen Gartenkräutern und eine Steinpilz-Rotkappen-Suppe.
Diesen Samstag, zurück in Bamberg, ging es wieder in den Hauptsmoorwald. Zwei Kollegen, beides interessierte Pilzneulinge, unterstützten mich bei der Suche. Lange fanden wir nur Kuhröhrlinge, bevor wir auf einzelne zerschnittene, nicht-verwertbare Steinpilze stießen.
Letztlich wurden wir mit einer reichen Pilzmischung belohnt. Kuhröhrlinge gab es stellenweise in rauen Mengen (und in bestem Alter), dazu mehrere wunderbar junge Steinpilze, Maronenröhrlinge, drei Schopftintlinge, eine Krause Glucke und ein Dutzend Flaschenboviste.
Mein Korb blieb diesmal leer, dafür freuten sich meine zwei Kollegen sehr über die geteilten Funde, siehe 3. Foto rechts.
Viele Grüße aus dem Frankenland von Andreas mit Familie und Kollegen"
(4 Fotos © Andreas)
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Foto: In der Pilzküche herrscht Hochbetrieb. Zu beachten ist der makellose mehrfach längsgeschnittene große Steinpilz sowie die Schüssel mit den jungen Rotkappen. Pfanne und Töpfe sind pilzmäßig voll ausgelastet.
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Corinna schreibt am 4. Oktober 2024:
"Hallo Heinz-Wilhelm,
den Massenpilzwandertag 3. Oktober habe ich natürlich gemieden.
Heute machte ich mich am Brückentag (Freitag) auf in kleinere Pilzecken, die ich nicht sehr oft aufsuche, da wirklich ein recht weiter Marsch bis gen Markt Nordheim.
Hier wurde wenig geerntet, ich habe sehr große überständige Steinpilze gesehen, Unmengen an Goldröhrlingen und Parasol. Niemand wollte sie wohl haben. Die Steinpilze haben es derzeit nicht leicht, weil die Schnecken überaktiv sind. Man findet kaum einen unversehrten.
Auf dem Rückweg kam ich an einer Stelle vorbei, an der ich letztes Jahr erstmals Herbsttrompeten geerntet habe. Vor gut zwei Wochen waren die kleinen kaum zu erkennen. Heute waren es tolle Büschel.
Noch vor über zwei Jahren wären mir diese schwarzgrauen Teufel niemals in den Korb gekommen. Mittlerweile habe ich bei der Bestimmung Vertrauen, denn man kann sie meines Erachtens eigentlich nicht verwechseln. Selbst EDEKA bietet in einer kleinen getrockneten Pilzschale an: "Steinpilze und Herbsttrompeten" freilich für ordentlich "Dollars". Ab jetzt nehme ich das schwarze Gold auch im Korb mit.
Experiment Steinpilzcrèmesuppe
Ich tüftele noch etwas am Geschmack meiner Steinpilzcrèmesuppe (1. Foto rechts). Diesmal habe ich einen Fond aus etwas reiferen Steinpilzen (2. Foto rechts) vorgekocht, mit wenig Karotte, Sellerie, Zwiebel und Steinpilzen, Knoblauch, Lorbeer, Weißwein und einem Stück Speck. Abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, wenig Muskat und Crème-fraîche. Darüber dann gebratene Steinpilze mit einem Hauch von Parmesan und Petersilie.
Ein schönes Wochenende allen Pilzfreunden und einen herzlichen Dank wie immer an Dich, lieber Heinz-Wilhelm, und Deine tolle Website.
Danke auch für die Tipps aus anderen Regionen, die ich natürlich gerne lese.
Corinna"
(4 Fotos © Corinna)
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2 Fotos: Da stehen sie, die "schwarzgrauen Teufel"; wie Corinna sie nennt, die Herbsttrompeten. Nach anfänglicher Skepsis nimmt sie die vorzüglichen Würzpilze heute bedenkenlos mit, siehe ihr Gesamtfund auf dem Foto rechts.
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Armin schreibt am 3. Oktober 2024:
"Servus Heinz-Wilhelm,
gestern habe ich direkt nach meiner Nachtschicht eine kurze Waldrunde bei Triftern gedreht. Gefunden habe ich wieder schöne wurmfreie Steinpilze, ein paar kleine Maronenröhrlinge, Birkenpilze und eine Krause Glucke.
Gruß Armin aus Simbach am Inn"
(Foto © Armin)
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Collage: Zwei Fliegenpilze sind mit einem Steinpilz befreundet; die Schopftintlinge traten als Horde auf; ein Steinpilz versteckte sich bei Erica und zuhause auf der Ablage gab es ein schönes Foto vom stolzen Gesamtfund.
Hans schreibt am 2. Oktober 2024:
"Servus Heinz-Wilhelm, Servus Pilzfreunde,
heute habe ich wieder einen schönen Spaziergang in den Wäldern südöstlich von München unternommen. Bei sehr windigem, teils sonnigem Wetter. Natürlich nicht ohne Korb und durchaus mit dem Vorhaben, nicht ohne Pilze heimzugehen.
Das ist im Moment nicht schwer. Es gibt Steinpilze, Maronenröhrlinge, Parasole, Birkenpilze und noch schöne Perlpilze.
Ein Steinpilz hatte sich mit Fliegenpilzen angefreundet, die habe ich natürlich stehen gelassen. Ein anderer hat sich im Heidekraut versteckt, aber ich habe noch gute Augen.
Im Moment gibt es so eine schöne Vielfalt an Pilzen, die ich nicht alle kenne. Meine 2. Collage (unten) zeigt, dass der Wald nicht nur Speisepilze bereit hält, sondern auch Pilze für die Waldbewohner.
Auf dem Heimweg stand am Wegesrand noch eine Horde an Schopftintlingen, einige wären mit Sicherheit noch brauchbar gewesen. Da sie nach meiner Erfahrung noch am Tag der Ernte verarbeitet werden müssen, ließ ich sie stehen.
Denn der Speiseplan für heute Abend stand schon fest: Es sollte Ravioli, gefüllt mit Ziegen-Frischkäse und gebratenen Steinpilzen, geben.
Ich war schon als Kind zum Pilze sammeln im Wald, es war immer ein Erlebnis, bis heute; das wünsche ich auch den Pilzfreunden.
Heinz-Wilhelm ein Danke für die Reports.
Viele Grüße aus Unterhaching und einen schönen Feiertag!
Hans"
(2 Collagen/8 Fotos © Hans)
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4 Fotos: Hans wollte auch mal ein paar ihm unbekannte Pilze fotografieren. Wir sehen einen Rötlichen Gallerttrichter und Igelstäubling (oben) sowie einen Flaschenstäubling und eine Schmetterlingstramete (unten).
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Jürgen vom Pilzticker RP schreibt am 2. Oktober 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
grundsätzlich gehe ich voll mit mit den Aussagen von Corinna. Pilzgreise gehören in den Wald und sollten dort auch bleiben. So verhalte ich mich ja auch.
Und jetzt kommt das ABER: Die beste Steinpilzcremesuppe und der beste Steinpilzfond wird eben am besten aus den Pilzen gekocht beziehungsweise gewonnen, die eben leicht gelb-grünliche Röhren haben. Natürlich dürfen keine Maden vorhanden sein. Wir selbst haben mittlerweile zehn Gläser Steinpilzfond eingekocht. Diese werten alle Suppen und Saucen deutlich auf und haben, vom verbrauchten Strom abgesehen, quasi nichts gekostet.
Mich würde interessieren, ob Stefan vom Pilzticker Hessen da konform geht. Die festen, knackigen Steinpilze gehören für mich in Rahmsauce angerichtet oder einfach nur nur gebraten mit Kräutern, Speck und Zwiebeln. Oder gar roh als Carpaccio angerichtet.
Ist halt meine Meinung dazu und die wollte ich Dir mitteilen, ohne irgend jemandem auf die Füße treten zu wollen.
Liebe Grüße Jürgen"
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Foto: Für einen Wald, in dem es angeblich keine Pilze mehr geben würde, wie ein Konkurrent Sonny belehrte, ist das doch ein sehr ordentlicher Fund. Sie erntete an die 20 Steinpilze und einen Korb voller Maronen. Den Steinpilzplatz auf dem 2. Foto hat der Mann mit leeren Händen ebenso übersehen wie andere Stellen. Kann ja mal passieren.
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Sonny schreibt am 1. Oktober 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
am vergangenen Wochenende waren viele Pilzsammler im Landkreis Fürstenfeldbruck unterwegs und bei der Pilzsuche sehr erfolgreich. Somit machte ich mich erst am Dienstag auf den Weg und wurde von einem Pilzsammler darauf hingewiesen, dass es keine Pilze mehr in diesem Wald geben würde. Er habe nichts mehr gefunden, sei bereits auf dem Heimweg.
So entschied ich mich für einen Waldspaziergang ohne Schwammerlfund. Doch schnell entdeckte ich in Moos und Gras einen Steinpilz. Bald folgten weitere, auch Maronenröhrlinge und Parasole kamen nun hinzu.
Auch an unbekannten und ungewohnten Stellen hält die Natur einiges für uns bereit!
Ich wünsche allen Pilzfreunden weiterhin viel Erfolg.
Sonny"
(2 Fotos © Sonny)
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Foto: Steinpilze bester Qualität ohne eine einzige Made liegen in der Auflaufform. Alte Steinpilze lässt Corinna generell im Wald. Spätestens beim Putzen zuhause habe sie mit ihnen schlechte Erfahrungen gemacht. (2 Fotos © Corinna)
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Corinna schreibt am 1. Oktober 2024:
"Lieber Heinz-Wilhelm,
ich muss sagen, ich zippe gerne, fast jeden Morgen durch die verschiedenen Bundesländer, was es wo gibt an Pilzen.
Und gerne schmunzel ich auch mal, zum Beispiel kürzlich über den STO-Farbeimer*. Da fällt mir gerade noch ein Post ein, da hatte vor Jahren jemand gerne aus absolut überreifen Steinpilzriesen - "leckere Suppe" gekocht**.
Oder auch eine große Tageszeitung die den angeblichen Steinpilz Fund des Jahres zeigt, ein mehr als überständiger Knabe im höchsten Rentenalter.***
Auch ich hätte heute einen Steinpilzgreis mit mindestens 40 Zentimetern Hutdurchmesser ablichten können, der gerade vor sich hinschmolz. Wer es mag.
Pilze müssen für mich ästhetisch sein, so bleiben bei mir die größeren mit schon gelb-grünem Schwamm im Wald stehen.**** Immer mal wieder wenn ich einen größeren mitgenommen habe, zeigte sich beim Putzen, er hätte besser im Wald bleiben sollen. Möge sich ein anderer drüber freuen.
Ein herrenloser Korb voller Steinpilzgreise
Ich fand heute in meinen Wäldern arg geplünderte Stellen, aber für mich hat es dennoch gut gereicht. Nicht schlecht staunte ich, als ich am Wegesrand einen Korb voller Steinpilze entdeckte, der einem Konkurrenten gehören musste; kein Mensch war in Sicht. Ich dachte mir, da hat jemand viele Senioren eingesammelt, die wohl später abgeholt werden sollten.
Erstmals trockne ich in diesem Jahr mehr Pilze. Warum sich der Duft der Steinpilze beim trocknen wohl so verstärkt? Schmeckt der Hut der Steinpilze besser als der Stiel?***** Ich weiß es nicht. :-)
Foto: In Corinnas Dörrsiebe kommt nur beste Steinpilzqualität. Alte Steinpilze kommen ihr erst gar nicht ins Haus.
Ich habe meine Pilze hauptsächlich in Buchenbeständen mit ein paar eingestreuten Eichen gefunden. Dort, wo kein Gestrüpp wuchs, sondern das Moos frei wachsen konnte. Leider sind die Schnecken gerade sehr aktiv, so dass ich selten einen komplett erhaltenen Steinpilz ohne Fraßstellen finden konnte. Aber Schnecken sind mir lieber als Maden im Stiel.
Ganz liebe Grüße aus dem Steigerwald und einen tollen und erfolgreichen Oktober allen Pilz Freunden! Da geht noch was!
Corinna"
* Zu diesem Eimer hat mich im Hintergrund so mancher Kommentar erreicht, teils kopfschüttelnder, teils lustiger Art. Auch ergänzende Anmerkungen von seinem Besitzer Gerald sind eingegangen...
** Die Steinpilzsuppenköchin ist leider ausgestiegen, hat sich nicht mehr gemeldet. Das alles war ihr anscheinend dann doch zu viel.
*** Fotos dieser Art, Motto 'Ich habe den Größten!' sind so wenig wert wie der überständige Steinpilzriese selbst. Ich veröffentliche sie ungern. Kein Mensch käme doch auf die Schnapsidee, auf dem Markt solch einen hinfälligen Pilzveteran zu kaufen, jeder würde sich ohne zu überlegen für die mittelgroßen, knackigen Steinpilze entscheiden. Fotos von überalterten Steinpilzriesen werden generell begleitet von der Aussage: "Er war noch ganz fest, ganz knackig!" Was, bitte schön, soll er dann im mittleren Alter gewesen sein? Bestand er da etwa aus Granit?
**** Genau die richtige Praxis!
***** Eindeutig ja. Man erkennt es daran, dass Tiere, beispielsweise Wildschweine, aber auch Kühe auf der Alm nur die Pilzhüte abfressen und die Stiele stehen lassen. Die müssen es doch wissen!
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Thomas schreibt am 1. Oktober 2024 zu diesem Foto:
"Hallo zusammen,
gestern, am 30. September, war ich in unseren Wäldern in Haiming im Landkreis Altötting unterwegs.
Ich wollte schon fast wieder nach Hause radeln, als mir ein Fliegenpilz entgegenblitzte und mir so die Stelle für meinen großartigen Steinpilzfund verriet. Keiner davon war angefressen oder verwurmt.
Am Ende war von Goldröhrlingen, Maronenröhrlingen und Rotfußröhrlingen über Pfifferlinge, Parasole, Schopftintlinge und Frauentäublinge bis hin zu Hexenröhrlingen wirklich alles dabei. Nur eine Krause Glucke blieb mir dieses Jahr noch verwehrt.
Viele Grüße
Thomas"
(Foto © Thomas)
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Armin schreibt am 30. September 2024:
"Servus Heinz-Wilhelm,
ich freue mich, dass die Artenvielfalt in meinen Wäldern bei Triftern endlich wieder zunimmt. Bei meiner Schwammerltour habe ich viele Steinpilze, Mehl-Räslinge, Riesenschirmlinge, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Birkenpilze, Krause Glucken, Schopftintlinge, Maronenröhrlinge, Fichtenreizker, Fliegenpilze und andere mehr gefunden.
Ein schöner Pilzgang!
Gruß aus Simbach am Inn
Armin"
(4 Fotos © Armin)
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2 Fotos: Armins bereits gut gefüllter Korb und die Krause Glucke scheinen sich regelrecht zu belauern. Die jungen starken Steinpilze rechts im Bild sehen das gelassen.
Foto: Die Steinpilze haben sich bei Triftern durchgesetzt. Dazu gab es Parasolen im Bestzustand, einige Flockis und Birkenpilze für Armin.
Collage: Steinpilze, von Hans lange vermisste, und einige Parasole und Maronenröhrlinge standen im Mittelpunkt der Pilzwanderung, die er diesmal zusammen mit seiner Frau machte. Die Fliegenpilze sollen die Collage schön dekorieren. (Collage/5 Fotos © Hans)
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Hans schreibt am 30. September 2024:
"Servus Heinz-Wilhelm, Servus Pilzfreunde,
am Sonntag war ich mit meiner Frau zusammen, was nicht so oft vorkommt, in den Wäldern südöstlich von München unterwegs. Es ist schon bemerkenswert, wie kraftvoll sich der derzeitige Schub innerhalb einer Woche entwickelte.
In der Überzahl fanden wir Parasole und die Steinpilze. In einer Anpflanzung mit Eichen und wenigen Buchen, die in den vergangenen Jahren nichts abgeworfen hatte, fanden wir die schönen knackigen gesunden Steinpilze.
An einem anderen Ort musste ich einen Steinpilz von einer Fichte befreien: er wuchs tief im Wurzelstock. Zwei Babysteinpilze waren leider mit dem Stiel verwachsen und fanden ihr vorzeitiges Ende.
In den Mischwäldern war die Ausbeute geringer. Ein älteres, wurmfreies Exemplar nahmen wir zum Dörren mit. Dann fand ich noch Parasole und zwei Birkenpilze. Die Fliegenpilzfamilie ist nur ein Farbtupfer auf dem Foto.
Ich wünsche den Pilzfreunden ebenfalls noch schöne Pilzfunde!
Heinz-Wilhelm hat im Moment viel zu tun! Da der Pilzticker ja mit den Pilznachrichten ständig aktualisiert wird, sage ich ein „Herzliches Dankeschön“
Viele Grüße aus Unterhaching
Hans"
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Apr 01, 25 07:07 AM
Mar 31, 25 09:12 AM
Mar 28, 25 02:21 PM
Mar 04, 25 09:42 AM
Trockene Wälder, wochenlang kaum oder gar keine Pilze... Das muss nicht sein! Mit der vorzüglichen Pilzbrut von Hawlik hat das ein Ende. Wie wäre es zum Beispiel mit köstlichen Limonenpilzen?
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